Archiv für Mai, 2011

Sportfest im Regen

Veröffentlicht: 31/05/2011 in Da draußen, Schule
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Früher zu meiner eigenen Schulzeit war das Sportfest ja lange Zeit mein Hasstag überhaupt, weil ich nicht einmal in die Nähe von individuellen urkunden kam. Das wurde etwas besser, als nur noch Klassenwettbewerbe durchgeführt wurden, bei denen die individuelle leistung etwas weniger heraustrat. Das Sportfest heute war nicht einmal das, sondern eine gemeinsame Anstrengung, um die neue SV-Hütte zu finanzieren, ein ganz interessantes Projekt, bei dem eine alte Holzhütte für die – und von der –  Schülervertretung hergerichtet wird, vielleicht mit Musik, Sitzplätzen und all solchen Sachen. Deswegen fand das Sportfest heute als Sponsorenlauf statt, bei dem sich die Schüler vorher Sponsoren suchen, die pro gelaufenem Kilometer etwas Geld für die gute Sache geben. „Lauf um den See“ wurde das ganze genannt, denn die Strecke verlief rund um den Windmühlenbruch drüben in Lobberich. Prima Idee, so alles in allem – nur der Wettergott (wenn es den denn gibt) spielte heute gar nicht mit. Wochenlang kein Regen, und auch die nächsten Tage sollen sonnig sein, aber heute war es unbequem, um es mal freundlich auszudrücken. Regen, die ganze Zeit, und alle Läufer wurden naß, inklusive mir selbst, und mittlerweile spüre ich den Anflug einer Erkältung. Vielleicht sollte ich nochmal losziehen und mir Ingwer besorgen. Wie dem auch sei, ich durfte ja heute morgen die Klasse 6c betreuen, da deren Klassenlehrer aus verschiedenen Gründen (freier Tag und Abiturprüfungen) nicht zur Verfügung standen. Eine einfache Sache, denn im Wesentlichen oblag es mir, am Anfang alle einzusammeln und am Ende die Stempel zu zählen, anhand derer die gelaufene Strecke festgestellt wurde. Und die erste halbe Stunde der eigentlichen laufzeit habe ich genutzt, um mein eigenes Pensum abzureißen – für zwei Runden hat es immerhin gereicht 🙂 Die Spiele für die Kleinen fielen dann aber aus, die Schüler durften nach dem Laufen direkt nach Hause und sollten das auch, damit sie schnell in trockenen Sachen kommen. Absagen ging ohnehin nicht, da in der Schule wegen der Prüfungen sowohl Räume als auch Personal verplant waren.
Naja, wir haben es überlebt, und jetzt kommt noch der Schultag morgen und dann ein langes Wochenende. Das ich natürlich für ausgedehnte Arbeiten nutzen werde.

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Nie mehr vierte Liga!

Veröffentlicht: 31/05/2011 in Fußball
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Das wars, die Regionalligasaison 2010/2011 ist gelaufen, der SC Preußen Münster ist Meister, und zwar trotz zuletzt zweier Niederlagen mit deutlichem Abstand. Man halte sich das nur mal vor Augen: Eine Woche, nachdem der Aufstieg klargemacht wurde, gewannen die Adlerträger noch in Köln, aber danach war wohl die Luft raus und es gab zwei Niederlagen, 0:1 gegen Verl und 0:3 (!) in Kaiserslautern. So what? Wirklich interessiert hat es niemanden mehr. Ich selbst war gegen Verl im Stadion, war enttäuscht, aber irgendwie auch mit einem Schulterzucken unterwegs. Kaiserslautern ist natürlich richtig schade für die, die da waren, aber auch hier dürfte wohl die allgemeine Erleichterung überwogen haben. In den letzten Jahren ging es um diese Zeit meist um die „goldene Ananas“, so daß man Niederlagen auch ignorieren konnte, aber in dieser Position ist es doch leichter. Und weil es für die anderen auch nur noch um eben jene edelmetallene Südfrucht ging, haben die auch nicht viel gewonnen und uns zum Saisonende mal 10 Punkte Vorsprung gelassen. Die Tabelle hängt hier groß ausgedruckt und eingerahmt an der Wand, so daß ich sie immer sehen kann, und es dürfte aif Sicht das letzte Mal sein, daß Preußen Münster Tabellenführer ist (wenn wir nicht am 1. Spieltag Glück haben). Ich rechne ja für die Dritte Liga nicht mit dem Aufstieg, hoffe auf die obere Tabellenhälfte, erwarte realistisch den Klassenerhalt. Mit Tiefstapeln sind wir diese Saison gut gefahren, machen wir nur weiter damit.
Was steht jetzt an? Eine kurze Sommerpause, denn die Liga beginnt am 22.-24. Juli wieder, so daß schon in der zweiten Junihälfte wieder Trainingsstart ist. Und es gibt Testspiele, bei denen man angesichts der Gegner mit der Zunge schnalzen muß: VfL Bochum, FC St. Pauli, Eintracht Braunschweig, Heracles Almelo. Allesamt höherklassige Gegner, und das ist gut so, denn an das höhere Niveau muß man sich gewöhnen. Unser Keeper wird nächste Saison sicher mehr um die Ohren bekommen, wer immer es sein mag, denn unser neuer Schnapper Daniel Masuch wird es David Buchholz nicht leicht machen, den Platz als Nummer 1 zu behalten. Man merke: die stärkste Defensive der Regionalliga West, und die viertbeste in den ersten vier Ligen (Nur Chemnitz, Braunschweig und Dortmund haben sich in ihren jeweiligen Ligen weniger Tore gefangen), und wir stellen noch einen starken Torwart dazu. Super! Jetzt muß nur die Offensive laufen, denn da hakte es doch hin und wieder, und der Abgang von Mehmet Kara tut schon etwas weh, der war nämlich zuletzt auch super drauf. Wenigstens bleibt der Rest zusammen, und mit punktuellen Verstärkungen sollte man eine gute Rolle spielen können. Ich vertraue unserem planerischen Personal und lasse mich überraschen, welche Asse Fascher und Co. noch aus dem Ärmel ziehen, damit es auch nach der nächsten Saison heißt: Nier mehr vierte Liga!

To EHEC with it!

Veröffentlicht: 30/05/2011 in Medien, Privat
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So, es reicht. Ein paar Tage habe ich mich ja glatt verunsichern lassen durch diese ganze EHEC-Geschichte und mir letzte Woche keinen Salat gemacht. Teilweise auch, weil ich keine Lust mehr auf Salat hatte, aber im Endeffekt war es wohl wirklich die Medienhysterie, die mich ein bißchen angesteckt hat. Immerhin waren Tomaten, Gurken und Blattsalat mein Hauptnahrungsmittel der letzten Wochen. Nun, jetzt reichts wirklich. Habe ich mich damals um den Rinderwahn gekümmert? Habe ich mich durch die Vogelgrippe verrückt machen lassen? Nein, habe ich nicht. Und immerhin esse ich seit Wochen Salat, auch in Zeiten, als EHEC schon längst unterwegs war. Und ich lebe immer noch. Selbst die Statistiken sagen, daß die Zahl der Krankheitsfälle in NRW sehr gering ist, die Zahl der Toten (Gott bewahre) erst recht zu vernachlässigen. Also warum sollte ich mich auch nur im geringsten darum scheren?
Ich war gerade drüben beim ALDI und habe mich mit Tomaten, Gurken und Blattsalat eingedeckt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit völlig unbedenklich. Und ich freue mich auf mein Salätchen heute abend. Ohne EHEC,aber mit Essig-Öl-Dressing 🙂

Mit ein bißchen Wehmut

Veröffentlicht: 28/05/2011 in Privat, Spaß!, Spielmannszug
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Heute abend fahre ich nach Goch – genaugenommen in etwas über einer Stunde, deswegen muß ich auch ein bißchen ranklotzen jetzt. Und ich freue mich so richtig darauf, alle nochmal wiederzusehen – die Prinzengarde natürlich, aber vor allem die Leute vom Spielmannszug, der zwei Jahre meine musikalische Heimat war. Ein bißchen wehmütig bin ich aber auch, denn es waren zwei schöne Jahre in Goch, im Großen und Ganzen, auch wenn ich mit der Schule (oder sagen wir: mit meinem Dasein an der Schule) nicht so zufrieden war. Dafür habe ich den Karneval kennengelernt, wie er sein muß – intensiv und unbeschreiblich schön. Und selbst jetzt holt er mich wieder ein, denn schließlich geht es heute um nichts anderes als die Literparty der Prinzengarde, und das wird für mich so etwas wie mein eigentlicher „Abschied“ aus Goch, den ich ja eigentlich Anfang März am Rosenmontag begehen wollte. Da ist mir ja leider diese vermaledeite Entzündung samt Krankenhausaufenthalt ins Gehege gekommen.  Also haue ich eben heute mit allen nochmal richtig einen raus, wie wir das im Karneval so sagten 🙂 Ich habe nicht einmal einen Übernachtungsplan, weil ich eher daran denke, bis zum frühen Morgen durchzufeiern und den ersten Zug zurück nach Breyell zu nehmen. Ich freue mich erst mal auf den Abend und denke über alles andere später nach.

Die Aufsicht, die keine ist

Veröffentlicht: 26/05/2011 in Schule
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Der Donnerstag hatte für mich in den letzten Wochen immer die seltsamste Aufsicht zu bieten, insofern, daß meine einzige Aufgabe ist, dafür zu sorgen, daß ich niemanden zu beaufsichtigen habe. In der Mittagspause (und in den anderen Pausen ebenso) sind die Flure des Neubaus meiner Schule ganz explizit kein Aufenthaltsbereich. Die Oberstufenschüler dürfen sich in ihren Kursräumen aufhalten, der Spieleraum und Oberstufenraum unten sind geöffnet, und es gibt in seltenen Fällen Sonderabsprachen, aber im Großen und Ganzen läuft diese Aufsicht so, daß ich am Anfang einmal die Räume der Neuner und Zehner checke, gegebenfalls alles rausschmeiße, was noch drin ist, abschließe und dann eine halbe Stunde Ruhe habe, abgesehen davon, daß man gelegentlichen Durchgansgverkehr hat und verstreute Einzelgänger wieder rausschicken muß.
Der einzige Knackpunkt dabei ist der Flur im ersten Stock, wo die Klassenräume der Klasse Zehn und die Kursräume der Klasse Elf direkt nebeneinander liegen, denn im Allgemeinen ist es eher schwierig, bei unbekannten Schülern auf Anhieb zu sagen, ob sie nun in Klasse 10 oder 11 sind. Die Elfer in den Räumen sorgen schon selbst dafür, daß keine Zehner da drin sind (ist auch Teil der Absprache, so wie ich das verstanden habe), also geht es um die Gänge und, wie gesagt, am Anfang um die Räume. Und während ich in den letzten Wochen nie jemanden gesehen habe, der versuchte, das auszunutzen, waren es heute eine ganze Menge. Und dann habe ich gemerkt, daß es doch ganz einfach ist 🙂 Elfer würden in die entsprechenden Räume gehen, ergo ist alles, was auf dem Gang rumhängt, nicht Klasse Elf. Und als ich ihnen das auf den Kopf zugesagt habe, haben sie sich auch schnell getrollt. Es hilft natürlich, daß ich zwei Drittel der aktuellen Elf selbst unterrichte, das erhöht die Quote schon. Und wenn die „Elfer“ darum bitten, daß ich ihnen einen Zehner-Klassenraum aufschließe, zeugt das auch nicht von überragender Denke in diesem Moment…immerhin hätte ich diesen Schülern fast geglaubt, bis zu dem Moment. Aber wie gesagt, echte Oberstufenschüler wissen, wo sie sein dürfen, und hängen nicht auf dem Flur herum.
Q.E.D. 🙂

Liga Drei – Osna ist dabei!

Veröffentlicht: 24/05/2011 in Fußball
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Nachdem sich das Nachbarschafts-„Derby“ gegen Ahlen ja nun erledigt hat, haben sich die lilaweißen Jungs aus der anderen Stadt des westfälischen Friedens entschlossen, in der nächsten Saison gegen unseren SCP zu spielen. Man muß ihnen das ja lassen, sie haben es spannend gemacht, aber am Ende der zwei Relegationsspiele steht fest: Der VfL Osnabrück steigt aus der Zweiten Bundesliga ab und spielt in der nächsten Saison wie der SCP in Liga 3. Ist das nicht schön? Ich hatte ja bisher dreimal das Vergnügen, die Adlerträger gegen die Osnasen spielen zu sehen, zweimal in Münster und einmal an der Bremer Brücke, jeweils mit Siegen für die Heimmannschaft. Und ich kann mich auch erinnern, daß diese Spiele zu den stimmungsvolleren gehört haben, die ich mitbekommen habe.
Ich habe ja auch gehört, daß Osnabrück eher der Lieblingshaßgegner für die „jüngeren“ Fans ist, also diejenigen, die die Spiele gegen Bielefelds Erste nicht mehr erlebt haben, was einen guten Teil der Stadiongänger einschließen dürfte (und mich auf jeden Fall einschließt), und irgendwie ist es so. Gegen lilaweiß habe ich schon eine gewisse Allergie entwickelt 🙂 Auf der anderen Seite ist meine Abneigung gegen den anderen Lieblingshaßgegner, die Arminen aus Bielefeld (ich verwende den Ortsnamen absichtlich), sogar älter als mein Fandasein beim SCP, denn schon zu meinen Zeiten als Bayernfan (war ich nämlich früher mal so richtig) konnte ich die Ostwestfalen nicht leiden. Nicht logisch begründbar, es ist einfach so gekommen – vermutlich schon als Vorbote des späteren Daseins als Preußenfan 🙂 Und weil das schon so lange her ist bei mir, kann ich sogar „Bielefeld“ schreiben anstatt „Bixxelfeld“ oder „Puddingstadt“ oder was immer so in den Foren aufkommt. Und außerdem habe ich das Gefühl, daß das Vermeiden des Namens dem ganzen einen Schrecken verleiht, der einfach nicht da ist. Wir sind ja nicht bei Harry Potter. Voldemort! Bielefeld! Osnabrück! Alles geht! (Und Ludwig darf jetzt „Bierjunge“ rufen) (und das war ein uralter Insider, den ich vielleicht ein anderes Mal erkläre). Und noch eine Parallele: Am Ende fällt der Bösewicht. (Und ich habe gerade beschlossen, diese Parallelen demnächst mal näher zu beleuchten).
Ich habe diesen Text angefangen, als noch eine Viertelstunde zu spielen war (in der Verlängerung), und mittlerweile ist das Spiel vorbei. Alles ist gut, Osna ist unten, und ich hoffe, daß ich es zum Spiel schaffe, wenn wir die lilaweiße Affenscheiße wieder aus dem altehrwürdigen, aber prallgefüllten Preußenstadion schießen.

Good night, and good luck!

Pottphilosoph #5

Veröffentlicht: 23/05/2011 in 11elf!!!!!
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Müßte nicht dem Namen nach zu urteilen der Brasilianer Kaká ein richtig schlechter Fußballspieler sein?