Zug um Zug

Veröffentlicht: 03/07/2011 in Da draußen, Privat
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Ich war über Nacht in Münster, zur Bootshauskneipe Hauskneipe meiner lieben Franko-Silesia-Breslau et Eresburg, und ich bin wie üblich mit der Bahn hingefahren. Dieses Mal ging erstmals in all den Bahnfahrten, die ich dieses Jahr gemacht habe, nicht alles glatt. Die Fahrt begann her in Breyell ohne Probleme, aber in Viersen ging es los. ausgesteigen, zügig rüber zum anderen Bahnsteig, und da stand ich nun und wartete. und wartete. Nach einigen Minuten verschwand mein Zug von der Anzeige und wurde durch den nächsten ersetzt. Keine weitere Info. Keine Durchsage. Gar nichts. In Viersen gibt es, glaube ich, gar kein Bahnpersonal, zumindest habe ich nie einen Mitarbeiter gesehen. Ein rascher Blick auf den Fahrplan sagte mir, daß der nächste Zug zwar nur eine Viertelstunde später abfuhr, aber an mehr Bahnhöfen hielt, so daß er gerade in der minute in Duisburg ankommen würde, in der mein Intercity ging. Super. Aber ich regte mich gar nicht weiter auf, sondern beschloß, das ganze locker zu nehmen und in Duisburg weiterzusehen.

In Duisburg sah ich zuerst einmal meinen IC, der ein paar Gleise weiter gerade abfuhr. Der war also weg, und es war mal ganz sicher nicht meine Schuld. Also nichts wie runter zum Servicepoint, also dem Schalter, der für so etwas zuständig ist. Dort erklärte ich meine Misere, aber zuerst mal mußte ich genau klarstellen, daß es der Zug in Viersen war, der nicht gekommen war, und nicht der in Breyell (in Breyell fährt die Eurobahn, vielleicht hätte er dann versucht, das Problem abzuwälzen…). Wie dem auch sei, der nette Mensch tippte ein Weilchen auf seinem Computer herum und mußte dann noch telefnonieren, um sicherzustellen, daß der Zug auch wirklich nicht gekommen war. Nachdem das aber bestätigt war, gab es sofort (also, in dem Moment, als die Stimme am Telefon „ja“ sagte) einen Stempel auf mein Onlineticket, das die Aufhebung der Zugbindung für diesen Tag bestätigte, und einen Ausdruck, aus dem der nächste Zug nach Münster hervorging. Der kam übrigens auch noch eine Viertelstunde zu spät, aber das machte mir nichts, da ich ohnehin so losgefahren war, daß ich viel zu früh in Münster sein würde.

Eine weitere Neuerung bei dieser Fahrt war auch, daß ich mir das Geld für die Reservierung einfach mal gespart hatte. Die Fahrt zwischen Duisburg und Münster ist nur etwas über eine Stunde lang, und ich war mir sicher, für diese Zeit etwas passendes finden zu können, zumal ich auf der Rückfahrt von Karlsruhe vor zwei Wochen von einem Schaffner erfahren hatte, daß sich am Anfang und Ende des Zuges meist viele unreservierte Plätze finden. Okay, viele waren es in diesem Fall nicht, aber ich stieg tatsächlich ganz hinten ein und fand sofort einen unreservierten und freien Fensterplatz (ich bevorzuge Fenster), auf dem ich meine restliche Reise in Rihe und komfortabel verbrachte.

Die Rückfahrt ging völlig reibungslos vonstatten, nur mit mehr Platzangebot, denn ich stieg dieses Mal ganz vorne ein und fand ein ganzes Abteil für mich allein, und ich blieb dort auch alleine, bis ich ausstieg. Auf längeren Fahrten werde ich wohl trotzdem weiterhin reservieren, aber auf der kurzen Strecke nach Münster ist es eher unnötig. Fazit der Reise: Die Änderung des Tickets ging problemlos, also ergaben sich keine größeren Probleme, zumal ich, wie gesagt, ohnehin ohne Reservierung unterwegs war. Insgesamt kann ich die Bahn also von meiner Warte aus weiterhin empfehlen.

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