Die Banane

Veröffentlicht: 05/09/2011 in Da draußen, Privat, Spaß!
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Ich habe als Kind schon fast alles gegessen, bis auf wenige Ausnahmen. Zum Beispiel mochte ich früher keinen Rosenkohl – mittlerweile gehört Rosenkohl für mich zu den leckersten Gemüsen. Ich mochte auch keinen Spargel; irgendwann mochte ich ihn dann doch, aber nicht die Spitzen, die habe ich immer abgeschnitten – meine Eltern haben sich gefreut. Seit Jahren bin ich mittlerweile aber ein „normaler“ Spargelesser, halte also auch die Spitzen für das Beste. Nun, ein Lebensmittel hat sich all die Jahre tapfer als Feindbild Nummer Eins gehalten: Die Banane. Als Kind fand ich die so schlimm, daß mein Bruder mich mit einer gschälten Banane jagen konnte. In späteren Jahren habe ich dann immer wieder mal einen Bissen probiert und kam immer wieder zu demselben Schluß: Bäh. Bääääh! Die Bananentrockenchips aus dem Früchtemüsli waren unproblematisch, aber die schmecken auch nicht nach Banane. sondern nach, hmm, nichts? Aber selbst Säfte mit Bananenanteil waren mir stets zuwider.

Heute war ich bei ALDI und kam an den Bananen vorbei und habe mir eine Türe mitgenommen. Bio-Bananen aus Ecuador. Einfach so. Ich weiß gar nicht, welcher Teufel mich da geritten hat. Ein Kilo Bananen! Vier Stück! Von einer Frucht, die ich nicht ausstehen kann. Egal, heute bin ich mutig. Banane vom Bündel (Büschel? Wie heißt das eigentlich?) abgemacht. Jetzt steh ich da mit der Banane in der Hand. Gelbe Schale, leichter Bananengeruch, aber gar nicht so unangenehm. Wo mache ich das Teil jetzt aus, ohne rumzusauen und hinterher Bananenmatsch zu haben? Statt zu Experimentieren, frage ich Tante Gugl, und die führt mich zu Mutti. Aha, oben die „Blüte“ drücken, und dann geht die Banane auf. Ergibt Sinn, vor allem das mit den Affen. Ich öffen meine Banane auf die beschriebene Weise und stelle fest: Klappt super. Da halte ich also nun eine Banane in der Hand und denke lieber nicht weiter drüber nach.

Ein erster Biß. Ich habe ein Stück Banane im Mund. Der Geschmack ist gedämpft, aber vorhanden. Und ich empfinde ihn nicht als unangenehm. Als so richtig lecker aber auch nicht. Egal, weiter. Kauen, runterschlucken. Ganz schön massig, so ein Stück Banane. Nach zwei, drei Bissen geht mir das Bananenessen schon etwas leichter von der Hand in den Mund. Etwas trocken, das ganze. Das ist schon fast Arbeit, dieses Gerät zu essen. Und es ist so viel! Die letzten Bissen werden anstrengend, aber jetzt ziehe ich es durch. Geschafft! Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben eine Banane gegessen. Leider gibt es keinen Applaus. Macht nichts, ich applausiere mir im Stillen selber. Okay, drei Stück hab ich noch. Aber nicht mehr heute 🙂

Fazit: Ich kann eine Banane essen. Richtig lecker finde ich sie noch nicht, und sie war mir auch zu trocken. Muß die Banane noch weiter reifen? Sollte ich noch ein paar Tage warten, damit die Banane saftiger wird? Oder sollte ich einfach keine ALDI-Biobananen aus Ecuador kaufen, sondern eine tolle Markenbanane vom Vollsortimenter? Ich brauche Rat von bananenkundigen Menschen. Wie erhöhe ich den Genuß beim Essen der Banane? Was kann ich tun, um vielleicht wirklich Freude beim Verzehr der gelben Biegefrucht zu empfinden? Ich warte auf die Ratschläge der Welt 🙂

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