Archiv für die Kategorie ‘Wetter’

Wie man eine Großstadt verpaßt

Veröffentlicht: 04/11/2011 in Da draußen, Privat, Wetter
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So, da ich gerade am Schreiben bin, lege ich gleich noch eine kleine Story aus Serbien nach. Am Dienstag sind Marcel und ich nach Novi Sad gefahren. Das ist immerhin die zweitgrößte Stadt Serbiens, wenn auch deutlich kleiner als Belgrad. Marcel war auch noch nicht da gewesen, hatte aber gehört, daß es sehr schön sein soll. Und weil es gerade mal 70 oder 80 Kilometer weg ist, eignet sich die Stadt auch gut für einen Tagesausflug.

Wir sind also am späten Vormittag losgefahren (früher ging nicht, weil Marcel auch noch kurz zur Baustelle mußte), auf die E75 Richtung Norden. Ich habe im Reiseführer mal ein paar Infos nachgeschlagen und die Route gepeilt. Immer die Autobahn entlang und dann Novi Sad abfahren. Wir sind also gefahren, durch die etwas öde Ebene, die nur sporadisch von Brücken mit orangefarbig gestrichenen Geländern unterbrochen wurde. Irgendwann kam eine Mautstation, wir fuhren weiter, dann kam eine Baustelle, dann kam mehr Ebene und Nebel, dann kam noch eine Mautstation…und irgendwann kam es uns doch seltsam vor, daß schon seit längerem kein Schild nach Novi Sad mehr aufgetaucht war. Nun, ich habe dann mal die Schilder der Gegenrichtung gelesen – und da tauchte es aus. „Novi Sad 30“ hieß es da. Offenbar waren wir großzügig an unserem Ziel vorbeigefahren. Wie wir das gemacht haben? Irgendwie müssen wir das entscheidende Schild übersehen haben, vielleicht in der Baustelle.

Oder das Schild fehlte, damit die blöden Touris noch durch die nächste Mautstation fahren (zweimal – wir mußten ja noch zurück). Diese Theorie würde gestützt durch unsere Erlebnisse am Abend, denn als wir auf dem Rückweg im Dunkeln die Stadt verließen, prangte kurz vor der Autobahn ein Umleitungsschild, das und direkt auf einer schmalen Straße in den serbischen Nebel führte – die Sorte Nebel, bei der man kaum die Hand vor Augen sieht, geschweige denn die andere Straßenseite. Und auch hier kam erst einmal kein Schild, dann ein Hinweisschild nach Belgrad, das nach links wies, aber wenn da eine Abzweigung gewesen wäre, hätten wir sie nicht sehen können. Im Endeffekt brachte uns die schmale Straße doch zur Autobahn, aber ich könnte mir vorstellen, daß auf dem Hinweg eine ähnliche Strecke zu nehmen war.

Wie dem auch sei, wir sind im Endeffekt heil nach Novi Sad und auch zurück nach Belgrad gekommen, und Novi Sad ist wirklich einen Besuch wert. Vielleicht auch noch einen – mal schauen, was sich noch machen läßt.

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Running in the rain

Veröffentlicht: 11/10/2011 in Da draußen, Privat, Wetter
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Seit Freitag bin ich nicht mehr gelaufen, weil ich nicht so recht Lust hatte, weil das Wetter mir blöd erschien, weil ich zuviel andres zu tun hatte. Heute bin ich wieder gelaufen, eine neue Stufe im Aufbauprogramm, neuneinhalb Kilometer in etwas unter einer Stunde. Neuer persönlicher Geschindigkeitsrekord: 10 km/h im Schnitt. Da mag jetzt mancher lachen, aber für mich ist das schon ganz anständig. Und nebenbei war das mein zweiter Schlechtwetterlauf dieses jahr. Der erste war beim Sportfest der Gesamtschule, seitdem bin ich immer im Trockenen gelaufen. na, ich werd mich dran gewöhnen, schließlich steht jetzt der Winter an, da wird das Wetter nicht eben besser. In ein paar Wochen ist das Aufbauprogramm eh durch, dann geht es ans Strecke machen 🙂

Still alive

Veröffentlicht: 09/10/2011 in Privat, Schule, Wetter
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Was für ein blödes Wochenende. Viel Arbeit, Samstag nicht genug weggeschafft, also Sonntag noch was gemacht. Deswegen war ich auch nicht beim CS-Meeting in Gladbach. Und am Freitag nicht beim „Butter bei de Fische“ in Münster. Erst muß die Arbeit getan sein, dann kann man sich den Vergnügungen widmen. Das bedeutet auch, daß ich diese Woche gut vorarbeiten muß, damit ich nächstes Wochenende wie geplant nach Münster kann.

Kalt ist es auch geworden. Ich denke, der Sommer ist vorbei. ich habe erstmals bei mir die Heizung angeworfen. Heftiges Gluckern in zwei Heizkörpern, keine Reaktion vom dritten. Zwei Heizkörper entlüftet, der dritte hat gar kein Entlüftungsventil (hängt wohl am zweiten dran). Mangels passender Zange kann ich den verklemmten Thermostat-Pin auch nicht reparieren. Naja, meine Vermieterin ruft gleich morgen den Monteur an, sie hat auch gewisse Probleme unten. Der war ja am Freitag schon da (oder Donnerstag? ich war selbst nicht da), hat seine Zeit aber wohl nicht so sinnvoll genutzt. Jetzt ist es auch nicht so schlimm, solange das alles läuft, bevor der Winter kommt 🙂

Hmm, und sonst? Ich habe mir das aktuelle Microsoft Office zugelegt, weil die „Sparversion“ (mit Werbung) auf meinem Netbook eh drauf ist und ich gerne auf meinen beiden Rechnern dieselbe Office-Software haben wollte. Und weil mir die 2010er-Version spontan zusagte, hab ich eben ein paar Euro investiert. Bisher bin ich zufreiden. Jetzt muß ich morgen früh in der Schule nochmal in den Fortbildungsordner gucken, es gibt da in Kürze diverse Office-Fortbildungen 🙂

Ein sonniger Tag im Garten

Veröffentlicht: 01/10/2011 in Fußball, Privat, Schule, Wetter
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Sommer, Sonne, Sonnenschein…welchen Monat haben wir nochmal? Da sich das Wetter heute nach Juli anfühlte, habe ich einfach mal beschlossen, den Tag im Garten zu verbringen. Das bedeutet in meinem Fall nicht Gartenarbeit (dafür ist jemand anders zuständig), sondern einen ziemlich relaxten Nachmittag. Stuhl und Tisch rausgeholt, Tasche gepackt (Arbeitsmaterial, etwas Obst, Getränke, Laptop), ab in den Garten! Dabei habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden und nicht nur in der Sonne rumgehangen, sondern mal etwas Arbeit nachgeholt (heute vor allem Verwaltungskram, Listen tippen, Fehlstunden übertragen, Kursmappen und meinen persönlichen Planer auf denselben Stand bringen) und dazu noch Fußball gehört.

Tja, Fußball. Das lief heute sehr unterschiedlich für „meine“ Mannschaften. Der SC Preußen hat beim SV Wehen-Wiesbaden sang- und klanglos mit 0:3 verloren. Das mag ich gar nicht weiter kommentieren, werde aber sicher am Dienstag in der Kolumne etwas dazu sagen. Mein Lieblings-Bundesligaverein hat überraschend schwach gespielt, aber immerhin die Zu-Null-Serie gehalten. Mein Lieblingsklub in England hat dagegen 4:0 gegen Watford, was nach der Niederlage unter der Woche in Cardiff die Tabellenführung wieder festigt. Beim Bundesliga-Tippspiel war ich heute schlecht, ganze sechs Punkte aus den fünf Nachmittagsspielen. Naja, die anderen waren auch nicht wesentlich besser (wenn überhaupt), daher liege ich derzeit weiterhin an der Spitze. Mal schauen, was die restlichen drei Spiele des Wochenendes bringen. Immerhin hatte ich das Ergebnis vom BVB genau richtig.

Und jetzt ist es Abend, und ich bin wieder in meiner Wohnung, weil da mittlerweile mehr Sonne ist als im Garten (wegen der Himmelsrichtung). Ich gehe gleich nochmal kurz zum ALDI rüber, und dann gibt es Abendessen und ich kann mir langsam mal über das Filmprogramm des Abends Gedanken machen. Und morgen gehts dann wieder mal ab nach Gladbach zum Sofawellenreitertreffen 🙂

Wiener Sommer

Veröffentlicht: 04/08/2011 in Fußball, Privat, Spaß!, Wetter

Endlich Sonne! Am Montag bin ich bei schönstem Sommerwetter am FMO Richtung Wien abgehoben und mitten im Regen gelandet. Der Montag war zwar warm, aber schwül, zum abendlichen Gelage reichte es allemal. Dienstag war ich mit Bruder und Nichte im Zoo, und das Wetter wurde immer besser, so daß wir zu zweit noch mit dem Motorrad los waren (und darüber scheibe ich noch gesondert). Heute sind wir nach Bratislava gefahren, bei schönstem Badewetter. Herrlich 🙂 Zumal Bratislava echt schön ist, und die Sonne hilft da durchaus.

Ansonsten habe ich die Tage total genossen, meinen Horizont in Filmen erweitert (besonders in japanischen) und mich gefreut, die kleine Mona endlich persönlich zu treffen. Sie ist ja so süß 😀 Und jetzt ist es kurz nach eins, ich bin etwas angetrunken, mir ist warm, nebenan schnarcht Bruderherz vor sich hin, und ich gehe bald schlafen (in der Tat schreibe ich das hier im Bett, dem deckenbehimmelten Kinderbett im frisch eingerichteten Kinderzimmer).

Habe ich erwähnt, daß Preußen gestern gewonnen hat und ich mein Trikot hier täglich trage? Leute, das Leben ist schön!

Zeugniskonferenzen

Veröffentlicht: 13/07/2011 in Schule, Wetter
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Zeugniskonferenzen sind ja so eine Sache. Für den Blogger in mir sind sie tendenziell sehr unergiebig, weil alles, was auf den Zeugniskonferenzen besprochen wird, unter meine Schweigepflicht fällt (wie so vieles, was in der Schule besprochen wird) und deswegen hier (und auch sonstwo) gar nicht veröffentlicht werden darf. Für den Lehrer sind sie vor allem eine wertvolle Informationsquelle, weil man da doch eine Menge Hintergründe mitkriegt, die einem vorher nicht so bekannt waren (zumal wenn man, wie ich, erst mitten im Halbjahr angekommen ist); auf der anderen Seite sind die auch die letzte Chance, noch Änderungswünsche unterzubringen, wenn man denn Noten vergeben hat. Ich habe gestern die Konferenzen von zwei Neuner- und zwei Sechserklassen mitgemacht, eben von jenen Klassen, in denen ich Förderschüler habe. Einige Kollegen meinten zwar, als reiner Förderlehrer müsse ich da nicht unbedingt hin (denn ich habe ja keine Note vergeben), ich wollte aber doch mal schauen, wie die Konferenzen hier so laufen, und war dann doch tatsächlich neugierig auf das Gesamtbild des einen oder anderen Kandidaten. Die Konferenzen liefen etwa so, wie ich es schon von meiner Ausbildungsschule gewohnt war, und sie waren auf jeden Fall interessant, auch wenn ein guter Teil des Nachmittags dafür draufging. Heute stand dann unter anderem die Elferkonferenz an, die für mich natürlich umso wichtiger war, da ich immerhin zwei Drittel des Jahrgangs in Englisch habe. Nun ist auch diese Konferenz vorbei, die Noten sind fest, nichts geht mehr. Ich wünschte nur, das Wetter wäre besser. Blöder Regen.

Alles Sommer oder was?

Veröffentlicht: 28/06/2011 in Da draußen, Privat, Wetter
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Was haben sie alle den Sommer herbeigesehnt in den letzten Tagen und Wochen. Zu kalt wars, zu naß, zu usselig. Gestern und heute hat sich der Sommer dann endlich mal wieder blicken lassen, und schon wieder war es falsch. Zu heiß war es, geradezu drückend heiß, und warum kriegen wir eigentlich kein hitzefrei, Herr Uth? (Fragt die Schulleitung). Es gab wohl Schulen, die heute hitzefrei gegeben habe, unsere gehörte nicht dazu. Viel hätte es aber auch nicht gebracht, wir hatten heute eh kurzen Schultag (und Teamsitzungen für viele Kollegen). Ich fand es aber auch im Gebäude temperaturmäßig in Ordnung, in den Klassenräumen im Untergeschoß im Kontrast beinahe zu kühl – schließlich sorgt ja der Unterschied zwischen Hitze draußen und kühler Luft innen gern für Erkältungen und dergleichen.
Nun ist es aber so, daß wir in Deutschland leben, und natürlich gibt es für so etwas Banales wie Hitzefrei ein Gesetz. Eines? Eine ganze Menge, nämlich natürlich für jedes Bundealand ein eigenes. Der entsprechende Erlaß für NRW sieht so aus:

12 – 64 Nr. 1 Hitzefrei

RdErl. d. Kultusministeriums v. 22. 5. 1975 (GABl. NW. S. 345) *
Wird der Unterricht bei großer Wärme durch hohe Temperaturen in den Schulräumen beeinträchtigt, so entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter, wenn möglich nach Anhörung des Lehrerrats und der Schülersprecherin oder des Schülersprechers, ob Hitzefrei gegeben wird. Eine eindeutig bestimmte Temperaturgrenze lässt sich nicht festlegen, da die physiologische Wirkung hoher Lufttemperaturen entscheidend von der herrschenden relativen Luftfeuchtigkeit mitbestimmt wird. Als Anhaltspunkt ist von einer Raumtemperatur von mehr als 27 °C auszugehen. Beträgt die Raumtemperatur weniger als 25 °C, so darf Hitzefrei nicht erteilt werden. Die besonderen örtlichen Gegebenheiten der jeweiligen Schule – z. B. Ganztagsbetrieb, Fahrplan der Schülerbusse – sind zu berücksichtigen.
Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II erhalten kein Hitzefrei. Wenn im Einzelfall einer Schülerin oder einem Schüler die Gefahr einer gesundheitlichen Schädigung droht, z. B. Kreislaufbeschwerden und Hitzestau, so ist sie oder er vom Unterricht zu befreien.
Auf die bei hohen Temperaturen verminderte Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler ist Rücksicht zu nehmen, Klassenarbeiten sollen nach Möglichkeit nicht geschrieben werden.

Wir stellen also fest, daß es bei Hitzefrei nicht darum geht, daß sie Schüler früher ins Freibad können, sondern einzig und allein um die Durchführung des Unterrichts bzw. die eben nicht mehr gewährleistete Durchführung desselben. In meiner eigenen Schulzeit habe ich Hitzefrei gar nicht erlebt (glaube ich), weil die Temperatur angeblich immer in der hintersten Ecke der Aula gemessen wurde, wo es selten über 15° warm wurde. In meiner Ausbildungsschule in Goch gab es letzten Sommer mal eine ganze Woche hitzefrei, aber immer erst ab der Mittagspause. Hier wird es wohl die nächsten Tage keines geben, da die Temperaturen ja angeblich wieder fallen sollen. Soll mir auch recht sein. Der einzige Unterschied für mich in der schulischen Arbeit heute war, daß ich die Gelegenheit genutzt habe und in der Mittagspause nicht den Tischtenniskeller, sondern den Sportplatz geöffnet habe und mich eine Weile gesonnt habe (in Anwesenheit der halben Zehn sowie einiger Achter und Neuner). Und heute Nachmittag bin ich mit Fahrrad unterwegs gewesen.

Das war natürlich auch so eine Aktion. Ich hatte mir schon gedacht, daß ich bei der Hitze lieber nicht laufen gehe, und stattdessen bin ich eben locker losgeradelt, um durch den Fahrtwind etwas Abkühlung zu gewinnen. Pustekuchen! So schnell kann ich gar nicht radeln, daß ich gegen diese Hitze ankäme. Ich bin dann also nach Hinsbeck gefahren und habe dort in der Eisdiele Cucco eine Kugel Schokoladeneis erstanden. Die Lokalität wurde mir von einer Schülerin empfohlen, die auch dort arbeitet (und in der Tat heute nachmittag da war, aber zu sehr mit der Herstellung von Eisbechern beschäftigt war, als daß noch ein Plausch dringewesen wäre). Und ann, ja, dann bin ich eben nicht zurück gefahren, sondern Richtung Krickenbeck weitergefahren, dann erstmal den Hügel rauf zum Aussichtsturm Taubenberg, den ich erklommen habe (im Gegensatz zu der anwesenden Schulklasse aus Wuppertal, die nicht raufdurften, weil ihre Lehrer nicht nach oben gegangen sind, und ohne Aufsicht geht das eben gar nicht). Und dann wurde die Runde immer weiter, und am Ende hatte ich 22 Kilometer auf dem Tacho, was erstmal gar nicht so viel ist, aber bei diesem Wetter doch richtig reinhaut, so daß ich dann erstmal ein paar Minuten im Garten im Gras gelegen und tief durchgeatmet habe.

Ich gehe heute nicht mehr Laufen, auch wenn es im Plan steht. Wird auf morgen verschoben. Ich liebe ja den Sommer, aber die Auswirkungen der heutogen Hitze haben mich doch überrascht. Ich liebe den Sommer trotzdem und hoffe, daß er ganz bald wiederkommt, wenn er wie angekündigt morgen verschwindet. Sommer ist und bleibt meine Lieblingsjahreszeit (übrigens gefolgt vom Winter, der usselige Rest kommt danach irgendwann). Und es wird, ganz nebenbei gesagt, echt Zeit, daß die Sommerferien wieder was früher kommen 🙂