Fertig

Veröffentlicht: 17/11/2011 in Schule
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Ich bin müde. naja, es ist viertel vor zehn, da kann man schon mal müde sein. Ich habe den nachmittag halbwegs produktiv verbracht, ein paar Klausuren korrigiert, meine Kursmappen auf den neuesten Stand gebracht, all solche Sachen. Es waren insgesamt acht Leute da, genau die, die angemeldet waren. Und ab halb fünf hatte ich sogar Gesellschaft, weil der Raum ab da doppelt belegt war. Ja, wir haben wirklich so wenige Räume in der Schule. Okay, einer hätte rüber in den Bioraum wechseln können, aber im Endeffekt war so viel auch nicht los, so daß das gut geklappt hat.

Und jetzt geh ich schlafen. Gute Nacht 🙂

Aquarium

Veröffentlicht: 17/11/2011 in Schule

Es ist wieder Elternsprechtag. Ich bin wieder im Aquarium. Sechs Stunden Aquarium. Ich könnte es mir ja auf zwei Tage aufteilen,aber ich mache es lieber am Stück. Immerhin bin ich heute nicht ganz alleine. Beim letzten Elternsprechtag hatte ich ja genau null Besucher, heute habe ich sogar acht Anmeldungen. Verteilt auf sechs Stunen, wohlgemerkt. Sechsmal Klasse 5, einmal Klasse 8, einmal Klasse 11. Ich habe ja glücklicherweise vor allem positives über meine Schüler zu sagen, und das tue ich dann auch gerne. Und in den Fällen, wo es gewisse Probleme gibt, freue ich mich natürlich über die Meinung und die Anregungen der Eltern (oder Erziehungsberechtigten). Insofern it ein Elterngespräch erst einmal eine Win-WinSituation (oder sogar eine Win-Win-Win-Situation, da ja im Endeffekt drei Parteien beteiligt sind). Und während keine Eltern hier sind, also die meiste Zeit, ümmere ich mich um die vielen Klausuren, die ich immer noch an der Backe habe. Oder ich schreibe einen Blogeintrag. Also dann, bis später 🙂

London!

Veröffentlicht: 09/11/2011 in Da draußen, Korporiertes, Privat

Es war eine spontane Entscheidung, und ich habe erst angefangen nachzudenken, als es darum ging, welchen Flug ich nehme. Ich werde im Dezember wieder nach London fliegen, zur Krambambulikneipe meiner lieben KEL Gregoriana. Nachdem ich es im Sommer nicht zum Stiftungsfest geschafft habe, bin ich jetzt doch froh, daß ich das wenigstens hinkriege. Ich war ja letzten Dezember schon da, bin damals noch mit Ryanair ab Weeze geflogen. Jetzt sieht die Sache etwas anders aus. Zwar ist der Flug mit Ryanair von Weeze immer noch das billigste, rein vom Flug her, aber dafür komme ich da nicht mehr gut hin, jedenfalls nicht um die frühe Zeit, wo die iren normalerweise fliegen. Das bedeutet also entweder eine Übernachtung in Goch und trotzdem super früh raus am Samstag, oder eine ziemlich krasse Tour über Venlo. und da der Rückflug dann schon am Sonntag um 6 oder 7 Uhr wäre, wäre auch das eine unbequeme Nacht. Letztes Jahr habe ich praktisch durchgemacht und mir dann zwei Stunden am Flughafen Stansted um die Ohren gehauen. Langer Rede kurzer Sinn: Die Reise über Weeze ist mit so vielen umständen verbunden, daß ich darauf keinen Bock habe. Ich mache es mir etwas komfortabler (und trage damit auch der Tatsache Rechnung, daß ich an dem Wochenende auch noch etwas Arbeit zu erledigen habe): Ich fliege nicht mit dem Billigflieger zu irgendwelchen Exoten-Airports, sondern mit British Airways von Düsseldorf nach Heathrow. Das kostet etwas mehr Geld, spart mir aber derart viele umstände, daß es mir das gern wert ist. Und ich kann sogar einen Koffer aufgeben, ohne extra zu zahlen (wobei ich mir noch überlegen muß, ob ich das wirklich machen will für die eine Nacht). Nebenbei kann ich ruhig und lange schlafen, weil ich erst am Samstagnachmittag fliege und auch erst am Sonntagnachmittag zurückkehre, so daß ich auch am Sonntagvormittag noch ein paar Stunden durch mein geliebtes London pilgern kann. Und schlafen werde ich im Hostel, ganz in der Nähe des Veranstaltungsortes am Samstagabend. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr freue ich mich schon drauf 🙂 London! Gregoriana! Krambambuli! Schöner wäre es nur noch, wenn ich zeit und Geld für zwei Nächte hätte, aber das wird dann eher doch nichts. Egal, ich werds auch so genießen.

In diesem Sinne: Viribus unitis!

 

Die neue Kolumne ist da!

Veröffentlicht: 08/11/2011 in Fußball
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Seit heute morgen neu auf westline: Die Preußen-Kolumne 43. Nur so als Hinweis 🙂

 

Da sind sie ja, die Preußenfans!

Veröffentlicht: 06/11/2011 in Da draußen, Fußball, Medien, Spaß!
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Samstag, zehn Uhr, Koblenz. Ein kleiner, geradezu niedlicher Hauptbahnhof mit einem langweiligen Vorplatz und einer Ersatzbahnhofstoilette in einem Glasgebäude ebendort. Ich sehe Polizei. Immerhin vier Beamte im schwarzen bzw. grünen Overall, dazu ein Hund mit Maulkorb. Draußen patroulliert ein Wagen, in der Nähe steht noch einer. Hat die TuS Heimspiel, oder kommen hier auch die Preußenfans durch? Ich habe eine halbe Stunde Zeit, also kann ich tatsächlich mal nachfragen. Jawohl, beides stimmt. Die TuS Koblenz hat Heimspiel gegen Dortmund II (was mich spontan erschreckt – war Koblenz nicht letztens noch Zweitligist?), und in Saarbrücken gäbe es da auch noch ein Spiel. Ich erkläre dem netten Polizisten, der eigentlich gar nicht nett, sondern ernst und sachlich ist, daß Saarbrücken gegen den großartigen SC Preußen Münster spielt und das genau mein Ziel ist. Er schaut mich nur weiter ernst und sachlich an. Von mir aus, er ist ja zum Arbeiten hier, ich dagegen zum Spaß. Ich wünsche ihm einen schönen Tag und suche Gleis 9 auf, wo der RE1 nach Saarbrücken startet. Da der Zug hier eingesetzt wird, gbt es noch eine ganz schöne Auwhl an Sitzplätzen, und ich kann eine Zweiterbank für mich besetzen, vorerst jedenfalls. Nach wenigen Minuten tauchen dann auch die ersten grün gekleideten Gestalten auf. Jugendliche mit Bierdosen, das Preußentrikot noch ein wenig vorsichtig unter der Jacke versteckt, Naja, ich sollte mich nicht beschweren, ich selbst trage gar keine Preußensachen heute, nur den grünen Pulli überm weißen Hemd. Erst in Saarbrücken am Bahnhof werde ich Schal und Käppi auspacken und den Rest meiner Sachen im Schließfach versenken. Warum ich so zivil gekleidet bin? Ich habe ja nachher noch mehr Sachen vor, und ich mußte leicht packen. Naja, wollte leicht packen. In der Tat habe ich nur meinen Rucksack dabei, in dem das nötigste an Wäsche ist, dazu ein paar Schulbücher, um mich auf der langen Zugfahrt sinnvoll zu beschäftigen. Und derzeit schreibe ich einen Blogeintrag vor, der wohl erst am Sonntag online gehen kann. Ich fahre rückwärts, zu meiner Rechten ist eine Straße und ein Fluß. Die Mosel? Den Weinbergen an den Hängen nach zu urteilen paßt das.  Ich habe mir den Verlauf der Bahnstrecke nicht genau genug angeschaut, aber die Zwischenhalte weisen darauf hin, daß wir im Wesentlichen die Mosel und später die Saar entlangfahren. Das Wetter ist etwas trübe, aber trocken, und im Wagen ist es ruhig. Die paar Preußenjungs sind ja nicht der große Mob, der nur am Singen ist. Wenn der Mob hier wäre, würde ich mir vielleicht ein Bier organisieren und mitsingen, aber so halte ich mich erstmal zurück. Bier kann ich immer noch später trinken, und an Spieltagen kann es am Bahnhof durchaus von Vorteil sein, nicht für einen Fußballfan gehalten zu werden. Wenn ich mir etwas Musik auf die Ohren mache, sind die Gespräche um mich herum kaum noch zu hören. Warum ist es im Nahverkehr immer lauter als im Fernverkehr? In den Fernverkehrszügen herrscht meist Ruhe, vielleicht ein gedämpftes Murmeln, aber im Nahverkehr quatschen alle munter drauflos. Furchtbar. Sinnvoll arbeiten kann ich hier nicht, also schreibe ich einfach hier weiter. „Stream of consciousness“ heißt das literarisch, glaube ich. Gibt es ein deutsches Wort? Egal, ich denke mehr über Englisch nach. Die Klausur für die Zwölfer steht im Wesentlichen, die Stunden für nächste Woche auch. Die knapp anderthalb Stunden im Eurocity waren sehr fruchtbar, da hatte ich Ruhe, Platz und einen Tisch. Morgen kann ich drei Stunden lang im Intercity die Ruhe des Fernverkehrs genießen. Ich hoffe nur, daß der Nahverkehrszug vorher pünktlich fährt, die Umsteigezeit scheint mir etwas knapp. Ach, wird schon. Fürs erste freue ich mich auf den heutigen Nachmittag und Abend mit Fußball, Ballett und kleiner Saarbrückentour mit halbwegs kundiger Führung. Genug für jetzt, ich werde mich jetzt ein Weilchen meiner Lektüre widmen. „Jane Eyre“, ein englischer Klassiker, den ich einige Wochen beiseitegelegt hatte und jetzt mit umso mehr Elan wieder angefangen habe. Ich bin gespannt, wie es weitergeht, wo Mr Rochester geblieben ist, was es mit Grce Poole auf sich hat und wie sich die Beziehung zwischen Jane und Rochester weiter entwickelt. Naja, das Ende kenne ich praktisch schon, dank meiner mehrmaligen Lektüre von Jasper Fforde’s „The Eyre Affair“, das ja für mich auch die Inspiration gewesen ist, mir das Original mal vorzunehmen. Während der Zug weiter die Mosel mit ihren beeindruckenden Felswänden entlangfährt, lasse ich mich ins viktorianische England entführen und melde mich vorerst ab.

Auf nach Saarbrücken

Veröffentlicht: 05/11/2011 in Fußball, Privat
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Guten Morgen Welt! Vor zwei Tagen bin ich erst aus Belgrad zurückgekommen, jetzt geht es gleich wieder nach Süden, wenn auch nicht ganz so weit. In wenigen Minuten geht mein Zug Richtung Saarbrücken, woe heute um 14 Uhr mein lieber SC Preußen Münster beim 1.FC Saarbrücken antritt. Das wird mein sechstes Preußenspiel in dieser Saison, und immerhin das dritte Auswärtsspiel. Netterweise habe ich es diesmal weniger weit als die Münsteraner, ein paar Stunden Zugfahrt sind es aber trotzdem. Und weil es blöd wäre, für nur drei Stunden Aufenthalt fast zehn Stunde im Zug zu sitzen, bleibe ich über Nacht da, tue mir am Abend noch etwas gehobene Kultur an und habe hoffentlich nochmal richtig Spaß, bevor die Ferien vorbei sind (was nicht heißen soll, daß die Schule keinen Spaß macht, aber Ferien sind eben Ferien).

Und am liebsten wäre mir ein Auswärtssieg für die gute Laune, aber ich glaub nicht wirklich dran. Ich hoffe nur, daß mein Tipp aus dem westline-Forum nicht stimmt – und die Chancen stehen gut, ich liege meistens falsch. Also, auf gehts nach Süden. Ich glaube nicht, daß ich da unten zum Bloggen komme, also sage ich mal: Nächster Eintrag am Sonntagabend 🙂

Wie man eine Großstadt verpaßt

Veröffentlicht: 04/11/2011 in Da draußen, Privat, Wetter
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So, da ich gerade am Schreiben bin, lege ich gleich noch eine kleine Story aus Serbien nach. Am Dienstag sind Marcel und ich nach Novi Sad gefahren. Das ist immerhin die zweitgrößte Stadt Serbiens, wenn auch deutlich kleiner als Belgrad. Marcel war auch noch nicht da gewesen, hatte aber gehört, daß es sehr schön sein soll. Und weil es gerade mal 70 oder 80 Kilometer weg ist, eignet sich die Stadt auch gut für einen Tagesausflug.

Wir sind also am späten Vormittag losgefahren (früher ging nicht, weil Marcel auch noch kurz zur Baustelle mußte), auf die E75 Richtung Norden. Ich habe im Reiseführer mal ein paar Infos nachgeschlagen und die Route gepeilt. Immer die Autobahn entlang und dann Novi Sad abfahren. Wir sind also gefahren, durch die etwas öde Ebene, die nur sporadisch von Brücken mit orangefarbig gestrichenen Geländern unterbrochen wurde. Irgendwann kam eine Mautstation, wir fuhren weiter, dann kam eine Baustelle, dann kam mehr Ebene und Nebel, dann kam noch eine Mautstation…und irgendwann kam es uns doch seltsam vor, daß schon seit längerem kein Schild nach Novi Sad mehr aufgetaucht war. Nun, ich habe dann mal die Schilder der Gegenrichtung gelesen – und da tauchte es aus. „Novi Sad 30“ hieß es da. Offenbar waren wir großzügig an unserem Ziel vorbeigefahren. Wie wir das gemacht haben? Irgendwie müssen wir das entscheidende Schild übersehen haben, vielleicht in der Baustelle.

Oder das Schild fehlte, damit die blöden Touris noch durch die nächste Mautstation fahren (zweimal – wir mußten ja noch zurück). Diese Theorie würde gestützt durch unsere Erlebnisse am Abend, denn als wir auf dem Rückweg im Dunkeln die Stadt verließen, prangte kurz vor der Autobahn ein Umleitungsschild, das und direkt auf einer schmalen Straße in den serbischen Nebel führte – die Sorte Nebel, bei der man kaum die Hand vor Augen sieht, geschweige denn die andere Straßenseite. Und auch hier kam erst einmal kein Schild, dann ein Hinweisschild nach Belgrad, das nach links wies, aber wenn da eine Abzweigung gewesen wäre, hätten wir sie nicht sehen können. Im Endeffekt brachte uns die schmale Straße doch zur Autobahn, aber ich könnte mir vorstellen, daß auf dem Hinweg eine ähnliche Strecke zu nehmen war.

Wie dem auch sei, wir sind im Endeffekt heil nach Novi Sad und auch zurück nach Belgrad gekommen, und Novi Sad ist wirklich einen Besuch wert. Vielleicht auch noch einen – mal schauen, was sich noch machen läßt.