Mit ‘bahn’ getaggte Beiträge

Ein Lob der Bahn

Veröffentlicht: 28/10/2011 in Da draußen, Privat
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Ich muß jetzt einfach mal die Bahn loben. Ich war ja bis vor etwa einer Stunde noch beim CS-Dinner (danke an alle, die mitgemacht haben!), habe mich rechtzeitig zum Hauptbahnhof Rheydt begeben, um den Zug zum Hauptbahnhof Mönchengladbach zu erwischen, und stellte dort fest, daß der Zug 15 Minuten Verspätung hatte „wegen verspäteter Bereitstellung“ (das heißt wohl, daß er am Start zu spät losgefahren ist, warum auch immer). Das will ich nun nicht loben (sondern strengstens verurteilen). Es bedeutete für mich allerdings, daß ich meinen Anschlußzug verpassen würde. Also bin ich spontan mal zur Infosäule gegangen, habe den Sprechknopf gedrückt und nach kurzer Wartezeit ienen Menschen an der Leitung gehabt, dem ich mein Problem schildern konnte. Der bat mich zu warten, was ich tat. Nach fünf Minuten bat er mich wieder zu warten, was ich wiederum tat. Nach weiteren fünf Minuten erklärte er mir, er würde mit Duisburg telefonieren. Auf meinen Einwand hin, daß ich doch gar nicht nach Duisburg wolle, entgegnete er mir folgendes: „Ich habe Ihnen ja nicht gesagt, wo sie hinwollen, sondern mit wem ich telefoniere.“ Hmm…da ist was dran. Äh, was? egal. Nach drei Minuten teilte er mir dann mit, daß mein Anschlußzug warten würde. Und das tat er auch, wie ich bereits bei der Einfahrt in den Hauptbahnhof Mönchengladbach feststellte. Und das das geklappt hat, das will ich loben. Denn das wäre der letzte Zug gewesen, und ein Verpassen dieses zuges hätte mich richtig Geld gekostet (Taxi von MG nach Nettetal…). Ich sollte vielleicht auch ein der Eurobahn ein lob gönnen, denn deren Zug hat ja gewartet. Also ein Lob an alle, die das möglich gemacht haben, daß ich ohne weitere Probleme nach Hause gekommen bin.

Gute Nacht.

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Zug um Zug

Veröffentlicht: 03/07/2011 in Da draußen, Privat
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Ich war über Nacht in Münster, zur Bootshauskneipe Hauskneipe meiner lieben Franko-Silesia-Breslau et Eresburg, und ich bin wie üblich mit der Bahn hingefahren. Dieses Mal ging erstmals in all den Bahnfahrten, die ich dieses Jahr gemacht habe, nicht alles glatt. Die Fahrt begann her in Breyell ohne Probleme, aber in Viersen ging es los. ausgesteigen, zügig rüber zum anderen Bahnsteig, und da stand ich nun und wartete. und wartete. Nach einigen Minuten verschwand mein Zug von der Anzeige und wurde durch den nächsten ersetzt. Keine weitere Info. Keine Durchsage. Gar nichts. In Viersen gibt es, glaube ich, gar kein Bahnpersonal, zumindest habe ich nie einen Mitarbeiter gesehen. Ein rascher Blick auf den Fahrplan sagte mir, daß der nächste Zug zwar nur eine Viertelstunde später abfuhr, aber an mehr Bahnhöfen hielt, so daß er gerade in der minute in Duisburg ankommen würde, in der mein Intercity ging. Super. Aber ich regte mich gar nicht weiter auf, sondern beschloß, das ganze locker zu nehmen und in Duisburg weiterzusehen.

In Duisburg sah ich zuerst einmal meinen IC, der ein paar Gleise weiter gerade abfuhr. Der war also weg, und es war mal ganz sicher nicht meine Schuld. Also nichts wie runter zum Servicepoint, also dem Schalter, der für so etwas zuständig ist. Dort erklärte ich meine Misere, aber zuerst mal mußte ich genau klarstellen, daß es der Zug in Viersen war, der nicht gekommen war, und nicht der in Breyell (in Breyell fährt die Eurobahn, vielleicht hätte er dann versucht, das Problem abzuwälzen…). Wie dem auch sei, der nette Mensch tippte ein Weilchen auf seinem Computer herum und mußte dann noch telefnonieren, um sicherzustellen, daß der Zug auch wirklich nicht gekommen war. Nachdem das aber bestätigt war, gab es sofort (also, in dem Moment, als die Stimme am Telefon „ja“ sagte) einen Stempel auf mein Onlineticket, das die Aufhebung der Zugbindung für diesen Tag bestätigte, und einen Ausdruck, aus dem der nächste Zug nach Münster hervorging. Der kam übrigens auch noch eine Viertelstunde zu spät, aber das machte mir nichts, da ich ohnehin so losgefahren war, daß ich viel zu früh in Münster sein würde.

Eine weitere Neuerung bei dieser Fahrt war auch, daß ich mir das Geld für die Reservierung einfach mal gespart hatte. Die Fahrt zwischen Duisburg und Münster ist nur etwas über eine Stunde lang, und ich war mir sicher, für diese Zeit etwas passendes finden zu können, zumal ich auf der Rückfahrt von Karlsruhe vor zwei Wochen von einem Schaffner erfahren hatte, daß sich am Anfang und Ende des Zuges meist viele unreservierte Plätze finden. Okay, viele waren es in diesem Fall nicht, aber ich stieg tatsächlich ganz hinten ein und fand sofort einen unreservierten und freien Fensterplatz (ich bevorzuge Fenster), auf dem ich meine restliche Reise in Rihe und komfortabel verbrachte.

Die Rückfahrt ging völlig reibungslos vonstatten, nur mit mehr Platzangebot, denn ich stieg dieses Mal ganz vorne ein und fand ein ganzes Abteil für mich allein, und ich blieb dort auch alleine, bis ich ausstieg. Auf längeren Fahrten werde ich wohl trotzdem weiterhin reservieren, aber auf der kurzen Strecke nach Münster ist es eher unnötig. Fazit der Reise: Die Änderung des Tickets ging problemlos, also ergaben sich keine größeren Probleme, zumal ich, wie gesagt, ohnehin ohne Reservierung unterwegs war. Insgesamt kann ich die Bahn also von meiner Warte aus weiterhin empfehlen.

Die Bahn kommt

Veröffentlicht: 19/06/2011 in Da draußen
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Über die Deutsche Bahn wird ja immer wieder viel gemeckert – oft auch zurecht. Ich persönlich bin ja immer gern bahn gefahren, habe es aber aufgrund der hohen Kosten selten getan. In letzter Zeit bin ich nun öfter Bahn gefahren und habe das insgesamt sehr positiv erlebt. Wobei man da auch Nah- und Fernverkehr trennen muß. Nahverkehrszüge mag ich nicht besonders. Lauter, weniger bequem und irgendwie ungemütlicher als Fernverkehrszüge, dazu die vielen Halte an irgendwelchen Kleinbahnhöfen (die richtigen sprichwörtlichen „Milchkannen“ bleiben mir meist erspart, weil die weiter fahrenden Regionalzüge dann doch etwas wählerischer sind) – man hat immer so das Gefühl, schon wieder auf dem Sprung zu sein. Fernverkehr dagegen ist eine ganz andere Kiste. Ich hatte ja vor ein paar Jahren schon das Vergnügen des Reisens im ICE – richtig toll. Derzeit sind es meist ICs (oder, wie heute, auch mal ein EC), aber auch das ist einfach ein angenehmeres Reisen. Recht bequeme Sitze, insgesamt leiseres Umfeld, Halt nur in größeren Städten – hat was. Und wenn dann die Strecke, wie heute von Karlsruhe aus, durchs Rheintal führt und man dann vom Fensterplatz (ich reserviere immer Fensterplatz) aus rausschauen kann, während man entspannt im Zug sitzt, dann fühle ich mich einfach wohl. Noch ein Nickerchen zwischendurch, dann noch etwas Arbeit erledigt (Klausuren korrigieren kann man auch im Zug, aber nur im Fernverkehr – siehe oben) – im Auto wäre das nicht gegangen. Insofern hoffe ich einfach mal, daß meine positiven Bahnerlebnisse weitergehen, und vielleicht wechsle ich nächstes Jahr auf die Bahncard 50 und fahre noch mehr Bahn als bisher. Na gut, allzuviel verreise ich gar nicht mal, und das wird sicher nicht mehr werden nächstes Jahr, denn die Arbeit wird nicht weniger, aber ich hoffe doch, daß ich noch mehr Gelegenheiten für entspannte Bahnfahrten haben werde.

Wundersame Geldvermehrung

Veröffentlicht: 22/05/2011 in Da draußen
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Kennt ihr diese Verkaufsautomaten, die an größeren Bahnhöfen stehen? In Münster bin ich vorhin an einem solchen Automaten gescheitert, bin aber am Ende zumindest schadlos aus der Sache rausgekommen. Ich wollte mir noch ein Tütchen überteuerte Süßigkeiten kaufen, zum Naschen für die Reise vn Münster nach Breyell. Fünfzig Cent eingeworfen, Zahl eingegeben – nichts. Keine Reaktion. ich schau aufs Display, da heißt es „Kredit überprüfen“. Offenbar sind meine 50 Cent nicht angekommen. Aber unten im Münzausgabefach sind sie auch nicht, und auch der Druck auf den Geldrückgabeknopf bewirkt nichts. Ich betätige noch ein paarmal den Knopf, den mehrmals hektisch den Einwurfmechanismus – plötzlich klackert es, und unten landet Geld in der Schale. Ein Euro! Aus meinen fünfzig Cent ist ein Euro geworden! Okay, offenbar hängt da was fest. In diesem Moment tickt bei mir was falchs, und ich werfe nochmal fünfzig Cent ein. Ergebnis: Wie vorher, nur das ums Verrecken kein Geld mehr rauskommen will. Doof.
Ergebnis: Ich habe zweimal fünfzig Cent eingeworfen, einen Euro rausbekommen und immer noch kein Weingummi. Zumindest also nichts verloren, plus ein paar Minuten Wartezeit rumgekriegt. Prima.

25 Kilometer

Veröffentlicht: 05/05/2011 in Privat
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Endlich wieder eine anständige Radtour! Heute bin ich nach Viersen gefahren, immerhin Kreisstadt, und habe auf dem Weg festgestellt, daß die rote Radwegebeschilderung manchmal noch zu wünschen übrig läßt…jedenfalls habe ich sie immer wieder aus den Augen verloren. Ich meine diese weißen Schilder mit roter Schrift, die das Radroutennetz NRW anzeigen (und meist auch mit anderen Routen zusammenhängen). Mein einziger echter Fehler war, daß ich ohne Karte los bin und nur nach den Schildern fahren wollte…das tu ich nie wieder! In Süchteln (toller Ortsname, was?) habe ich einfach nicht kapiert, warum mich die Radwegebeschilderung nach links schickt, wo es auch nach Grefrath geht. Ich bin einfach mal rechts lang und bin direkt nach Viersen reingefahren. Komisch. Auf der Rückfahrt bin ich nur bis Dülken gekommen und mußte schließlich in der Tanke nachfragen, wo es zum Bahnhof geht. Ich mußte ja um sechs zur Probe vom Spielmannszug und hatte mir schon vorher eingeplant, von Viersen über Dülken und Boisheim zurückzufahren, weil das die Bahnhöfe auf dem Weg nach Breyell sind. Und immerhin hat das am Ende auch so geklappt, und jetzt gehts mir richtig gut 🙂 Zumal die Zeitverluste nicht durch fehlende Geschwindigkeit zustande kamen, sondern durch die erwähnten Probleme in der Wegfindung. Eigentlich sind 30 Kilometer in anderthalb Stunden drin – wenn ich den Weg kenne…