Mit ‘klausuren’ getaggte Beiträge

Korrektur (nein, nicht so)

Veröffentlicht: 21/06/2011 in Schule
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Auch wenn der Lehrer im Allgemeinen auf Unterrichtsstunden eingestellt wird (25,5 derselben hat der vollbeschäftigte Lehrer in NRW gewöhnlich zu leisten), so gehören doch zum Aufgabenfeld des Lehrers auch einige andere Dinge. Eines davon ist das Stellen und Korrigieren von Klassenarbeiten und Klausuren. Und davon habe ich nun 55 Stück auf dem Tisch liegen, zwei Elfer-Kurse eben. Eine neue Situation in zweierlei Hinsicht: Zum einen hatte ich bei meinen letzten Korrekturen (in der 11. Klasse in Goch) immer irgendwelche Ferien dazwischen, was einen gewissen Zeitluxus bedeutet; diesen Luxus habe ich nun nicht, also muß das parallel zum Tagesgeschäft erfolgen. Zum zweiten hatte ich im Referendariat nur einen Elferkurs mit 22 Leuten, also nur 40 Prozent der Masse, die mir jetzt vorliegt. Insofern ist das also eine deutliche Steigerung. Auf der anderen Seite ist es ja nicht so, daß ich mich beschweren will, ich möchte das nur mal feststellen. Ich nehme es als ersten Schritt in die Richtung, in der die Zukunft ohnehin liegen wird, denn ich werde in Englisch immer viel zu korrigieren haben, und auch des öfteren mehrere Arbeiten und Klausuren gleichzeitig auf dem Tisch liegen haben. Für mich bedeutet das, daß ich vir allem schneller und routinierter werden muß, weil ich derzeit noch zu langsam mit den Klausuren bin, als daß es komfortabel ist, wenn man sich noch etwas Freizeit gönnen will (wirkt sich jetzt noch nicht so aus, könnte es aber in der Zukunft). Fast schon ein Spagat, denn einerseits will ich besser korrigieren, andererseits auch schneller, und das wird sich wohl nur durch eines erreichen lassen: Üben, üben, üben. Aber daß gerade die ersten jahre im Beruf besonders anstrengend werden, hatte ich mir eh immer gedacht.
Für heute reicht es mir mit den Klausuren, aber gerade der Feiertag und das Wochenende werden sicher dran glauben müssen, damit ich mein Ziel erreiche, die Klausuren nächste Woche zurückzugeben. Und ich glaube fest daran.

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Die Bahn kommt

Veröffentlicht: 19/06/2011 in Da draußen
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Über die Deutsche Bahn wird ja immer wieder viel gemeckert – oft auch zurecht. Ich persönlich bin ja immer gern bahn gefahren, habe es aber aufgrund der hohen Kosten selten getan. In letzter Zeit bin ich nun öfter Bahn gefahren und habe das insgesamt sehr positiv erlebt. Wobei man da auch Nah- und Fernverkehr trennen muß. Nahverkehrszüge mag ich nicht besonders. Lauter, weniger bequem und irgendwie ungemütlicher als Fernverkehrszüge, dazu die vielen Halte an irgendwelchen Kleinbahnhöfen (die richtigen sprichwörtlichen „Milchkannen“ bleiben mir meist erspart, weil die weiter fahrenden Regionalzüge dann doch etwas wählerischer sind) – man hat immer so das Gefühl, schon wieder auf dem Sprung zu sein. Fernverkehr dagegen ist eine ganz andere Kiste. Ich hatte ja vor ein paar Jahren schon das Vergnügen des Reisens im ICE – richtig toll. Derzeit sind es meist ICs (oder, wie heute, auch mal ein EC), aber auch das ist einfach ein angenehmeres Reisen. Recht bequeme Sitze, insgesamt leiseres Umfeld, Halt nur in größeren Städten – hat was. Und wenn dann die Strecke, wie heute von Karlsruhe aus, durchs Rheintal führt und man dann vom Fensterplatz (ich reserviere immer Fensterplatz) aus rausschauen kann, während man entspannt im Zug sitzt, dann fühle ich mich einfach wohl. Noch ein Nickerchen zwischendurch, dann noch etwas Arbeit erledigt (Klausuren korrigieren kann man auch im Zug, aber nur im Fernverkehr – siehe oben) – im Auto wäre das nicht gegangen. Insofern hoffe ich einfach mal, daß meine positiven Bahnerlebnisse weitergehen, und vielleicht wechsle ich nächstes Jahr auf die Bahncard 50 und fahre noch mehr Bahn als bisher. Na gut, allzuviel verreise ich gar nicht mal, und das wird sicher nicht mehr werden nächstes Jahr, denn die Arbeit wird nicht weniger, aber ich hoffe doch, daß ich noch mehr Gelegenheiten für entspannte Bahnfahrten haben werde.

Es gibt so Tage

Veröffentlicht: 15/06/2011 in Privat, Schule
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Es gibt so Tage, da gelingt einfach nichts richtig. Gestern war so einer. Sogar der Blogeintrag über diesen Tag ist nichts mehr geworden und kommt daher erst heute. Gestern war also so ein Tag, an dem alles irgendwie nicht richtig lief. Morgens war erstmal Klausur angesagt, und auf Bitten einer Kollegin hatte ich beschlossen, meine Kurse zu mischen und auf mehrere Räume zu verteilen, um Abschreiben vorzubeugen. Leider konnte ich sie vorher nicht einteilen, und das führte erstmal zu Chaos. Irgendwie kam es aus, aber ich würde das so nicht wieder machen. Dann hatte ich eine Vertretung in der Acht, und da habe ich tatsächlich die Beherrschung verloren und Schüler angeblafft, was mich im Nachhinein wirklich geärgert hat (zumal das ganze nicht einmal wirklich aufregenswürdig war). Sollte nicht passieren. Muß ich in Zukunft vermeiden. Schließlich bin ich nachmittags am Schreibtisch eingeschlafen, statt die ersten Klausuren zu korrigieren, was wohl der Tatsache geschuldet sein dürfte, daß ich Sonntag auf Montag sehr wenig Schlaf hatte. Und dann habe ich noch das falsche Papier für die Elfer ausgedruckt, deswegen bin ich auch gerade wieder daheim, um das richtige zu holen. Im Endeffekt war es ein Tag zum Vergessen.
Heute fühle ich mich viel besser, und die Achter sehe ich nachher schon wieder, was nur gut sein kan in dieser Situation. Auf gehts 🙂