Mit ‘radfahren’ getaggte Beiträge

Alles Sommer oder was?

Veröffentlicht: 28/06/2011 in Da draußen, Privat, Wetter
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Was haben sie alle den Sommer herbeigesehnt in den letzten Tagen und Wochen. Zu kalt wars, zu naß, zu usselig. Gestern und heute hat sich der Sommer dann endlich mal wieder blicken lassen, und schon wieder war es falsch. Zu heiß war es, geradezu drückend heiß, und warum kriegen wir eigentlich kein hitzefrei, Herr Uth? (Fragt die Schulleitung). Es gab wohl Schulen, die heute hitzefrei gegeben habe, unsere gehörte nicht dazu. Viel hätte es aber auch nicht gebracht, wir hatten heute eh kurzen Schultag (und Teamsitzungen für viele Kollegen). Ich fand es aber auch im Gebäude temperaturmäßig in Ordnung, in den Klassenräumen im Untergeschoß im Kontrast beinahe zu kühl – schließlich sorgt ja der Unterschied zwischen Hitze draußen und kühler Luft innen gern für Erkältungen und dergleichen.
Nun ist es aber so, daß wir in Deutschland leben, und natürlich gibt es für so etwas Banales wie Hitzefrei ein Gesetz. Eines? Eine ganze Menge, nämlich natürlich für jedes Bundealand ein eigenes. Der entsprechende Erlaß für NRW sieht so aus:

12 – 64 Nr. 1 Hitzefrei

RdErl. d. Kultusministeriums v. 22. 5. 1975 (GABl. NW. S. 345) *
Wird der Unterricht bei großer Wärme durch hohe Temperaturen in den Schulräumen beeinträchtigt, so entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter, wenn möglich nach Anhörung des Lehrerrats und der Schülersprecherin oder des Schülersprechers, ob Hitzefrei gegeben wird. Eine eindeutig bestimmte Temperaturgrenze lässt sich nicht festlegen, da die physiologische Wirkung hoher Lufttemperaturen entscheidend von der herrschenden relativen Luftfeuchtigkeit mitbestimmt wird. Als Anhaltspunkt ist von einer Raumtemperatur von mehr als 27 °C auszugehen. Beträgt die Raumtemperatur weniger als 25 °C, so darf Hitzefrei nicht erteilt werden. Die besonderen örtlichen Gegebenheiten der jeweiligen Schule – z. B. Ganztagsbetrieb, Fahrplan der Schülerbusse – sind zu berücksichtigen.
Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II erhalten kein Hitzefrei. Wenn im Einzelfall einer Schülerin oder einem Schüler die Gefahr einer gesundheitlichen Schädigung droht, z. B. Kreislaufbeschwerden und Hitzestau, so ist sie oder er vom Unterricht zu befreien.
Auf die bei hohen Temperaturen verminderte Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler ist Rücksicht zu nehmen, Klassenarbeiten sollen nach Möglichkeit nicht geschrieben werden.

Wir stellen also fest, daß es bei Hitzefrei nicht darum geht, daß sie Schüler früher ins Freibad können, sondern einzig und allein um die Durchführung des Unterrichts bzw. die eben nicht mehr gewährleistete Durchführung desselben. In meiner eigenen Schulzeit habe ich Hitzefrei gar nicht erlebt (glaube ich), weil die Temperatur angeblich immer in der hintersten Ecke der Aula gemessen wurde, wo es selten über 15° warm wurde. In meiner Ausbildungsschule in Goch gab es letzten Sommer mal eine ganze Woche hitzefrei, aber immer erst ab der Mittagspause. Hier wird es wohl die nächsten Tage keines geben, da die Temperaturen ja angeblich wieder fallen sollen. Soll mir auch recht sein. Der einzige Unterschied für mich in der schulischen Arbeit heute war, daß ich die Gelegenheit genutzt habe und in der Mittagspause nicht den Tischtenniskeller, sondern den Sportplatz geöffnet habe und mich eine Weile gesonnt habe (in Anwesenheit der halben Zehn sowie einiger Achter und Neuner). Und heute Nachmittag bin ich mit Fahrrad unterwegs gewesen.

Das war natürlich auch so eine Aktion. Ich hatte mir schon gedacht, daß ich bei der Hitze lieber nicht laufen gehe, und stattdessen bin ich eben locker losgeradelt, um durch den Fahrtwind etwas Abkühlung zu gewinnen. Pustekuchen! So schnell kann ich gar nicht radeln, daß ich gegen diese Hitze ankäme. Ich bin dann also nach Hinsbeck gefahren und habe dort in der Eisdiele Cucco eine Kugel Schokoladeneis erstanden. Die Lokalität wurde mir von einer Schülerin empfohlen, die auch dort arbeitet (und in der Tat heute nachmittag da war, aber zu sehr mit der Herstellung von Eisbechern beschäftigt war, als daß noch ein Plausch dringewesen wäre). Und ann, ja, dann bin ich eben nicht zurück gefahren, sondern Richtung Krickenbeck weitergefahren, dann erstmal den Hügel rauf zum Aussichtsturm Taubenberg, den ich erklommen habe (im Gegensatz zu der anwesenden Schulklasse aus Wuppertal, die nicht raufdurften, weil ihre Lehrer nicht nach oben gegangen sind, und ohne Aufsicht geht das eben gar nicht). Und dann wurde die Runde immer weiter, und am Ende hatte ich 22 Kilometer auf dem Tacho, was erstmal gar nicht so viel ist, aber bei diesem Wetter doch richtig reinhaut, so daß ich dann erstmal ein paar Minuten im Garten im Gras gelegen und tief durchgeatmet habe.

Ich gehe heute nicht mehr Laufen, auch wenn es im Plan steht. Wird auf morgen verschoben. Ich liebe ja den Sommer, aber die Auswirkungen der heutogen Hitze haben mich doch überrascht. Ich liebe den Sommer trotzdem und hoffe, daß er ganz bald wiederkommt, wenn er wie angekündigt morgen verschwindet. Sommer ist und bleibt meine Lieblingsjahreszeit (übrigens gefolgt vom Winter, der usselige Rest kommt danach irgendwann). Und es wird, ganz nebenbei gesagt, echt Zeit, daß die Sommerferien wieder was früher kommen 🙂

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Als ich gerade auf nba.com gesurft bin, um nachzuschauen, wann die Mavericks das nächste Mal bei den Heat randürfen (und ich drücke Dirk und seinen Mannen natürlich die Daumen), fiel mir wieder etwas auf, daß mir hin und wieder schonmal in den Kopf kam: Die Amerikaner schreiben bei den Spielen die Heimmannschaft als Zweites hin. Auf nba.com steht also in der Kurzübersicht DAL 84 MIA 92, obwohl das Spiel definitiv in Miami stattfand (das nächste übrigens auch). Warum ist das so? Hier hilft natürlich das Internet. Wenn man den selbsternannten Experten auf Yahoo Answers glauben kann, liegt es am Baseball, jener amerikanischsten aller Sportarten. Dort schlägt die Auswärtstmannschaft zuerst, und deswegen werden ihre Punkte eben als erste angezeigt. So einfach ist das, aber es ergibt sogar Sinn, also nehme ich das erstmal als richtige Antwort an, bis mir was besseres unter die Augen kommt.

In Deutschland (und in weiten Teilen der Welt) wird die Heimmannschaft als erste genannt. Ich selbst habe in meiner Fußballfankarriere hauptsächlich Heimspiele gesehen (von 108 Preußenspielen allein 76), und das dürfte wohl auch der Stand bei vielen Fußballfans sein. Bei mir lag es eben daran, daß ich wochenends oft andere Dinge zu tun hatte (von unter der Woche mal ganz zu schweigen), und dann ist die Viertelstunde mit dem Rad zum Preußenstadion eben eher drin als eine unter Umständen mehrstündige Anfahrt nach Hinterpusemuckl. Auf der anderen Seite sind die Auswärtsspiele die Spiele, die mir besser in Erinnerung geblieben sind. Mein erstes Preußenspiel war eine Auswärtsfahrt zu Werder Bremen II (und wenn sich Koblenz nicht noch fängt, dürfen wir da nächste Saison wieder hin), auf dem Platz 11 des Weserstadions im strömenden Regen, mein zweites eine Auswärtsfahrt zu Fortuna Düsseldorf, bei der wir dank Stau und schlechter Planung des Busfahrers erst fünf Minuten vor Spielende das Stadion erreichten und während der Fahrt per Radio und handy über die Zwischenstände informiert wurden – am Ende hieß es 4:3 für Preußen. Oder die Wochenendtour nach Dresden, inklusive Couleurbier und Stadtbummel (mit Schalklau und Polizei). Oder die Nahverkehrszugtour nach Jena, bei der ich bei unserer Ankunft im Stadion todmüde und stockbesoffen war, so daß ich erstmal auf den Stehrängen eingepennt bin und erst beim Führungstreffer aufgewacht bin. Ja, wir haben schon tolle Sachen erlebt auf diesen Fahrten 🙂 Die letzte Kategorie sind Spiele auf neutralem Platz, und das sind dann die, wo man immer wieder rauskriegen muß, wo man überhaupt hinmuß. Wie es aussieht, habe ich aber nur zweimal das Vergnügen gehabt, die Preußen auf neutralem Platz zu sehen: Im Juli 2003 ging es im Stadion Schöneflieth in Greven gegen den BV Cloppenburg, und ein Jahr später bei strömendem Regen in Albersloh (Sportplatz „Adolfshöhe“) gegen LR Ahlen. Beim 2:0 der Ahlener traf übrigens auch ein gewisser Babacar N’Diaye, der ja heute als Preußenstürmer äußerst beliebt ist. Dank Jackmasters Wegfindung (ich glaub, er wars) haben wir mit dem Rad gut den Weg nach Albersloh gefunden, das Spiel war nicht doll, aber beim Test gegen einen höherklassigen Gegner passiert das schonmal. Aber jetzt bin ich völlig vom Thema abgekommen, und das zeigt mir, daß es Zeit ist, hier Schluß zu machen. Ich weiß noch gar nicht, was mein nächstes Spiel sein wird, aber ich schätze mal Heimspiel, denn die weiten Auswärtsfahrten mit Preußen sind von Münster aus gut zu machen, von Nettetal aus dagegen meist fies kompliziert und teuer, da ich eben der einzige Preußenfan hier bin (sonst alle für Mönchengladbach). Was immer es sein wird, ich freu mich jetzt schon drauf. Vielleicht ja auch auf irgendeinem unbekannten Sportplatz.

Kilometerfresser

Veröffentlicht: 10/05/2011 in Privat, Wetter
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Ich habe endlich mein eigenes Fahrrad wieder, und es läuft wie eine Eins! Bin heute über dreißig Kilometer gefahren, in unter anderthalb Stunden. Es sollten ja eigentlich nur lockere zwanzig werden (bin ja nichts mehr gewohnt), aber ich hatte dann an einem „Fietsknooppunt“ keine Lust, den Berg Hügel wieder raufzufahren, den ich gerade runtergefahren war, und habe eine andere Strecke gewählt, wiederum durch den Brachter Wald (und wieder über das ehemalige Munitionsdepot). Und heute war ich schlau genug, eine Karte mitzunehmen, das erleichtert die Navigation ungemein. Das Wetter könnte von mir aus ruhig so bleiben, das ist nämlich das Sahnehäubchen derzeit.

Im Endeffekt heißt das, daß ich derzeit im Zweitageswechsel laufe und radfahre. Jetzt fehlt nur noch ein Fitnesstraining für die „Problemzonen“, und dann sollte der Bierbauch demnächst der Vergangenheit angehören 🙂

Ich muß das nur mal eben zusammenfassen, was an diesem Sport-Wochenende für viele gute Dinge passiert sind:

  • Freitag: Preußen Münster macht mit einem 3:0 gegen Borussia Mönchengladbach 2 den Aufstieg perfekt.
  • Samstag: Der FC Southampton vergoldet seinen Aufstieg mit einem Sieg im abschließenden Saisonspiel.
  • Samstag: Bayern München erreicht bei St.Pauli den höchsten Auswärtssieg seiner Bundesliga-Historie: 8:1!
  • Samstag: Sebastian Vettel holt die vierte Pole im vierten Qualifying.
  • Sonntag: Sebastian Vettel holt den dritten Sieg im vierten Rennen.
  • Sonntag: Der VfL Bochum gewinnt beim VfL Osnabrück und erhöht damit die Abstiegsgefahr für die Lila-Weißen.
  • Sonntag: die Dallas Mavericks gewinnen auch das vierte Spiel gegen die Los Angeles Lakers und erreichen durch einen Sweep das Conference-Finale.
  • Sonntag: Der Prälat radelt endlich wieder über zwanzig Kilometer in einer Stunde 😀

Wenn das nicht mal ein geiles Wochenende war!

Zweiundzwanzig

Veröffentlicht: 08/05/2011 in Privat, Wetter
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Zweiundzwanzig sind zwei mal elf, es ist aber auch die Zahl der Kilometer, die ich heute mit dem Rad zurückgelegt habe. Einfach so, spontan mal losgefahren, nicht als Fahrradtour, sondern als Trainingseinheit. Ich bin zufrieden. 22 Kilometer in unter einer Stunde in der warmen Abendsonne, die Hälfte gegen den Wind, also ernsthaft anstrengend 🙂 Und ich habe entdeckt, daß es in der Nähe einen riesigen Wald gibt, mit Radwegen drin, und da werde ich mich wohl noch öfter umschauen. Mir geht es richtig gut 🙂
Und ich war passend zum Tatort wieder zuhause. Kein Münster-Tatort, sondern der erste Frankfurt-Tatort mit dem neuen Team, und ich bin begeistert. Joachim Król und Nina Kunzendorf sind, naja, eigentlich noch nicht mal richtig Team, und allein das macht es schon erfrischend. Auf jeden Fall merk ich mir die Frankfurter.

25 Kilometer

Veröffentlicht: 05/05/2011 in Privat
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Endlich wieder eine anständige Radtour! Heute bin ich nach Viersen gefahren, immerhin Kreisstadt, und habe auf dem Weg festgestellt, daß die rote Radwegebeschilderung manchmal noch zu wünschen übrig läßt…jedenfalls habe ich sie immer wieder aus den Augen verloren. Ich meine diese weißen Schilder mit roter Schrift, die das Radroutennetz NRW anzeigen (und meist auch mit anderen Routen zusammenhängen). Mein einziger echter Fehler war, daß ich ohne Karte los bin und nur nach den Schildern fahren wollte…das tu ich nie wieder! In Süchteln (toller Ortsname, was?) habe ich einfach nicht kapiert, warum mich die Radwegebeschilderung nach links schickt, wo es auch nach Grefrath geht. Ich bin einfach mal rechts lang und bin direkt nach Viersen reingefahren. Komisch. Auf der Rückfahrt bin ich nur bis Dülken gekommen und mußte schließlich in der Tanke nachfragen, wo es zum Bahnhof geht. Ich mußte ja um sechs zur Probe vom Spielmannszug und hatte mir schon vorher eingeplant, von Viersen über Dülken und Boisheim zurückzufahren, weil das die Bahnhöfe auf dem Weg nach Breyell sind. Und immerhin hat das am Ende auch so geklappt, und jetzt gehts mir richtig gut 🙂 Zumal die Zeitverluste nicht durch fehlende Geschwindigkeit zustande kamen, sondern durch die erwähnten Probleme in der Wegfindung. Eigentlich sind 30 Kilometer in anderthalb Stunden drin – wenn ich den Weg kenne…