Mit ‘spielmannszug’ getaggte Beiträge

FB-Pause: Verpaßt

Veröffentlicht: 29/09/2011 in Fußball, Privat, Spielmannszug
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Donnerstag ist ja meistens die allwöchentliche Probe des Spielmannszugs der St.-Lambertus-Bruderschaft Breyell-Metgesheide. Und normalerweise gehe ich auch immer hin. Letzte Woche war mal so eine Gelegenheit, wo ich nicht hingegangen bin, weil ich in Mönchengladbach beim CS-Treffen war. Das ist grundsätzlich ganz unproblematisch, hatte in diesem Fall aber gewisse Folgen, die auch mit meiner Facebook-Abwesenheit zusammenhängen.

Am heutigen Donnerstag habe ich, etwa vor einer halben Stunde, meien Trommel und die übrigen Sachen geschnappt und habe mich aufgemacht zum Regenbogensaal. Dort angekommen, stellte ich fest: Keiner da. Ungewöhnlich. Ich wartete ein paar Minuten, bis viertel nach sechs, und da immer noch niemand aufgetaucht war, rief ich Manfred an, unseren Chef. „Habe ich was verpaßt bezüglich der Probe heute?“ Ich hatte. Offenbar war die heutige Probe abgesagt worden, und wer letzte Woche da war, wußte das natürlich. Tja, ich war nicht da, und es hat mir niemand direkt Bescheid gesagt. Immerhin wurde der Ausfall wohl auf Facebook gepostet. Prima, denn da bin ich seit Dienstag nicht mehr gewesen. der, falls das vorher kam, habe ich es nicht gesehen; auch das wäre nicht verwunderlich, denn immerhin kommen tagtäglich so viele Meldungen durch, daß man leicht ein Detail übersehen kann.

Naja, ich habe mich nicht geärgert, sondern bin beschwingt durch den Abendsonnenschein nach Hause geschlendert, werde gleich zu Abend essen und mich dann vor den Fernseher fläzen und ein bißchen Fußball gucken. Hat doch auch was für sich 🙂

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Nicht der König

Veröffentlicht: 18/09/2011 in Da draußen, Spielmannszug
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Dieses Wochenende war in Breyell Vogelschuß. Vogelschuß heißt, daß die Schützen der Bruderschaft St. Lambertus Breyell-Dorf /-Metgesheide e.V. sich treffen, um den neuen Schützenkönig auszuschießen. Nun ist das ja grundsätzlich nichts neues für mich, ich habe ja schon seit jahren mit meinen Spielmannszügen an diversen Schützenfesten gespielt und dabei eine Menge Königsschießen mitgemacht. Ungewohnt ist für mich hier nur der Modus, daß der Vogelschuß in einem Jahr und das Schützenfest im nächsten Jahr stattfindet, aber seis drum. Der größere unterschied war sicherlich, daß ich bei diesem Vogelschuß nicht nur als unbeteiligter Musiker da war, sondern durch die Mitgliedschaft im Spielmannszug auch Mitglied der Bruderschaft bin. Und das eröffnet natürlich ganz neue Möglichkeiten…

Los ging das ganze schon am Freitagabend, da wurde nämlich schonmal zur Probe geschossen, auf einem anderen Platz mit einem anderen Vogel auf einer anderen Stange. Bier gabs auch, aber davon halte ich mich ja derzeit fern, also hab ich mir flaschenweise Wasser reingezogen. Ich habe mir sogar Wertmarken gekauft, aber weil ich von Manfred immer wieder welche bekam (im Spielmannszug wird man gut versorgt), hatte ich irgendwie am Ende mehr als am Anfang. Wasser kostet eben nur halb so viel wie Bier, da gehen die Marken nichts so schnell weg. Naja, dafür bin ich dann auch mal Schießen gegangen, als Nummer 44 auf der langen Liste derer, die den „Bummelkönig“ ausschossen (wenn ich das jetzt mal richtig geschrieben habe…). Der Brummelkönig ist der Schützenkönig des Probevogelschusses, bekommt eine kleine Kette und bleibt bis mitternacht im Amt. Außerdem bekommt er eine Geldprämie, die zufällig so bemessen ist, daß sie für die traditionelle Königsrunde im Gelagehaus reicht. Ich hatte meine liebe Not, mit dem Gewehr irgendwas zu treffen. Beim Luftgewehrschießen hatte ich mich ja nach einer Weile ganz brauchbar geschlagen, aber eine Schrotflinte ist doch was anderes. Kickt ganz schön 🙂 Dafür fand ich es schwer, sie richtig zu halten, um anständig zielen zu können. Aber dafür hat man ja einen Probeabend. Nun, der Vogel fiel irgendwann, ich hatte nach drei Schüssen aufgehört, man zog zum Kreuels, und ich bin dann recht bald heim ins Bettchen.

Samstagmittag ging es dann weiter, mit dem richtigen Vogelschuß. Erst Antreten, dann Umzug, und dann durfte der alte König das Silber abgeben. Der Vogel war diesmal in einer Kiste aufgehängt, und zuerst durfte der alte König und ein paar andere ihre Ehrenschüsse abgeben. Ich bin dann nach einer Weile auch angetreten (nein, sogar sehr früh, als Nummer acht auf der Liste), vor allem, um weiter zu üben und vielleicht mal einen Schuß richtig zu zielen. Der erste Schuß saß, aber laut Durchsage am Anfang brauchten wir uns „für die ersten hundert Schuß“ keine Sorgen machen. Nach den vielen Schützen am Vorabend war ich ganz überrascht, als ich nach ziemlich kurzer Zeit schon wieder zum Schießen gerufen wurde. Die Liste war doch deutlich kürzer diesmal, aber ich habe dann auch den zweiten Schuß weit daneben gesetzt – nur die Streuung des Schrots hat wohl dafür gesorgt, daß ein paar Späne fielen. Beim dritten Mal habe ich mir dann mal die Ruhe angetan und tatsächlich den Vogel getroffen, gezielt und absichtlich. Das übrigens zu einem Zeitpunkt, als außer dem Körper nichts mehr hing. Irgendwann kommt ja nun bei so einem Vogel der Punkt, an dem theoretisch jeder Schuß der letzte sein kann, und da ich es mir nun doch nicht leisten kann, mal eben Kömig zu werden, habe ich mich mal vorsichtshalber von der Liste entfernen lassen, alsomeine drei Schüsse bezahlt und das mal anderen überlassen. Puh. Vielleicht ein anderes Mal 🙂

Nun, es fand sich ein König (war nicht so einfach, offenbar fehlte es an willigen Ministern), was gut ist, denn sonst hätten wir keinen gehabt, und für die Spielleute endete der Abend mit dem Einmarsch in den Saal zum Königsball. Ich bin wiederum früh weg, denn ich hatte ja am Sonntag noch etwas Arbeit zu tun. Insgesamt eine interessante Erfahrung, wobei ich immer noch den Gewehrrückschlag an der Schulter spüre. Ein bißchen Leiden muß auch mal sein.

und jetzt gute Nacht.

Mit ein bißchen Wehmut

Veröffentlicht: 28/05/2011 in Privat, Spaß!, Spielmannszug
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Heute abend fahre ich nach Goch – genaugenommen in etwas über einer Stunde, deswegen muß ich auch ein bißchen ranklotzen jetzt. Und ich freue mich so richtig darauf, alle nochmal wiederzusehen – die Prinzengarde natürlich, aber vor allem die Leute vom Spielmannszug, der zwei Jahre meine musikalische Heimat war. Ein bißchen wehmütig bin ich aber auch, denn es waren zwei schöne Jahre in Goch, im Großen und Ganzen, auch wenn ich mit der Schule (oder sagen wir: mit meinem Dasein an der Schule) nicht so zufrieden war. Dafür habe ich den Karneval kennengelernt, wie er sein muß – intensiv und unbeschreiblich schön. Und selbst jetzt holt er mich wieder ein, denn schließlich geht es heute um nichts anderes als die Literparty der Prinzengarde, und das wird für mich so etwas wie mein eigentlicher „Abschied“ aus Goch, den ich ja eigentlich Anfang März am Rosenmontag begehen wollte. Da ist mir ja leider diese vermaledeite Entzündung samt Krankenhausaufenthalt ins Gehege gekommen.  Also haue ich eben heute mit allen nochmal richtig einen raus, wie wir das im Karneval so sagten 🙂 Ich habe nicht einmal einen Übernachtungsplan, weil ich eher daran denke, bis zum frühen Morgen durchzufeiern und den ersten Zug zurück nach Breyell zu nehmen. Ich freue mich erst mal auf den Abend und denke über alles andere später nach.

Maiwecken

Veröffentlicht: 01/05/2011 in Spielmannszug
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4:30. Der Wecker piept. Ich dusche mich, esse eine Scheibe Toast mit Käase, ziehe mir meine graue Uniform an und verlasse das Haus mit Trommel. Auf zum Vorsitzenden. Kaffee zum Aufwachen tut gut. Und dann gehts los.

Traditionell am 1.Mai klappert der Spielmannszug der St.Lambertus-Bruderschaft Breyell die Häuser der Offiziere der einzelnen Züge ab und weckt sie. Und weil das so früh ist, weckt man einige wirklich (je nach Zeit). Und weil ich ja jetzt auch trommler in diesem Spielmannszug bin, bin ich gleich mitgegangen. Hat Spaß gemacht, allerdings hätte ich weniger Bier trinken sollen, um mehr vom Tag zu haben. So habe ich den Rest des Sonntags irgendwie angehangen, statt die Sonne richtig zu genießen, und das gefällt mir nicht so wirklich.

Ich werde mich jetzt erstmal wieder trockenlegen. Bis Ende Mai oder so.

EDIT einen Tag später: Was ein blöder Artikel. Ich mag ihn nicht, lasse ihn aber als Zeugnis meiner Form stehen. Mit Tippfhelern.