Mit ‘wetter’ getaggte Beiträge

Still alive

Veröffentlicht: 09/10/2011 in Privat, Schule, Wetter
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Was für ein blödes Wochenende. Viel Arbeit, Samstag nicht genug weggeschafft, also Sonntag noch was gemacht. Deswegen war ich auch nicht beim CS-Meeting in Gladbach. Und am Freitag nicht beim „Butter bei de Fische“ in Münster. Erst muß die Arbeit getan sein, dann kann man sich den Vergnügungen widmen. Das bedeutet auch, daß ich diese Woche gut vorarbeiten muß, damit ich nächstes Wochenende wie geplant nach Münster kann.

Kalt ist es auch geworden. Ich denke, der Sommer ist vorbei. ich habe erstmals bei mir die Heizung angeworfen. Heftiges Gluckern in zwei Heizkörpern, keine Reaktion vom dritten. Zwei Heizkörper entlüftet, der dritte hat gar kein Entlüftungsventil (hängt wohl am zweiten dran). Mangels passender Zange kann ich den verklemmten Thermostat-Pin auch nicht reparieren. Naja, meine Vermieterin ruft gleich morgen den Monteur an, sie hat auch gewisse Probleme unten. Der war ja am Freitag schon da (oder Donnerstag? ich war selbst nicht da), hat seine Zeit aber wohl nicht so sinnvoll genutzt. Jetzt ist es auch nicht so schlimm, solange das alles läuft, bevor der Winter kommt 🙂

Hmm, und sonst? Ich habe mir das aktuelle Microsoft Office zugelegt, weil die „Sparversion“ (mit Werbung) auf meinem Netbook eh drauf ist und ich gerne auf meinen beiden Rechnern dieselbe Office-Software haben wollte. Und weil mir die 2010er-Version spontan zusagte, hab ich eben ein paar Euro investiert. Bisher bin ich zufreiden. Jetzt muß ich morgen früh in der Schule nochmal in den Fortbildungsordner gucken, es gibt da in Kürze diverse Office-Fortbildungen 🙂

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Alles Sommer oder was?

Veröffentlicht: 28/06/2011 in Da draußen, Privat, Wetter
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Was haben sie alle den Sommer herbeigesehnt in den letzten Tagen und Wochen. Zu kalt wars, zu naß, zu usselig. Gestern und heute hat sich der Sommer dann endlich mal wieder blicken lassen, und schon wieder war es falsch. Zu heiß war es, geradezu drückend heiß, und warum kriegen wir eigentlich kein hitzefrei, Herr Uth? (Fragt die Schulleitung). Es gab wohl Schulen, die heute hitzefrei gegeben habe, unsere gehörte nicht dazu. Viel hätte es aber auch nicht gebracht, wir hatten heute eh kurzen Schultag (und Teamsitzungen für viele Kollegen). Ich fand es aber auch im Gebäude temperaturmäßig in Ordnung, in den Klassenräumen im Untergeschoß im Kontrast beinahe zu kühl – schließlich sorgt ja der Unterschied zwischen Hitze draußen und kühler Luft innen gern für Erkältungen und dergleichen.
Nun ist es aber so, daß wir in Deutschland leben, und natürlich gibt es für so etwas Banales wie Hitzefrei ein Gesetz. Eines? Eine ganze Menge, nämlich natürlich für jedes Bundealand ein eigenes. Der entsprechende Erlaß für NRW sieht so aus:

12 – 64 Nr. 1 Hitzefrei

RdErl. d. Kultusministeriums v. 22. 5. 1975 (GABl. NW. S. 345) *
Wird der Unterricht bei großer Wärme durch hohe Temperaturen in den Schulräumen beeinträchtigt, so entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter, wenn möglich nach Anhörung des Lehrerrats und der Schülersprecherin oder des Schülersprechers, ob Hitzefrei gegeben wird. Eine eindeutig bestimmte Temperaturgrenze lässt sich nicht festlegen, da die physiologische Wirkung hoher Lufttemperaturen entscheidend von der herrschenden relativen Luftfeuchtigkeit mitbestimmt wird. Als Anhaltspunkt ist von einer Raumtemperatur von mehr als 27 °C auszugehen. Beträgt die Raumtemperatur weniger als 25 °C, so darf Hitzefrei nicht erteilt werden. Die besonderen örtlichen Gegebenheiten der jeweiligen Schule – z. B. Ganztagsbetrieb, Fahrplan der Schülerbusse – sind zu berücksichtigen.
Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II erhalten kein Hitzefrei. Wenn im Einzelfall einer Schülerin oder einem Schüler die Gefahr einer gesundheitlichen Schädigung droht, z. B. Kreislaufbeschwerden und Hitzestau, so ist sie oder er vom Unterricht zu befreien.
Auf die bei hohen Temperaturen verminderte Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler ist Rücksicht zu nehmen, Klassenarbeiten sollen nach Möglichkeit nicht geschrieben werden.

Wir stellen also fest, daß es bei Hitzefrei nicht darum geht, daß sie Schüler früher ins Freibad können, sondern einzig und allein um die Durchführung des Unterrichts bzw. die eben nicht mehr gewährleistete Durchführung desselben. In meiner eigenen Schulzeit habe ich Hitzefrei gar nicht erlebt (glaube ich), weil die Temperatur angeblich immer in der hintersten Ecke der Aula gemessen wurde, wo es selten über 15° warm wurde. In meiner Ausbildungsschule in Goch gab es letzten Sommer mal eine ganze Woche hitzefrei, aber immer erst ab der Mittagspause. Hier wird es wohl die nächsten Tage keines geben, da die Temperaturen ja angeblich wieder fallen sollen. Soll mir auch recht sein. Der einzige Unterschied für mich in der schulischen Arbeit heute war, daß ich die Gelegenheit genutzt habe und in der Mittagspause nicht den Tischtenniskeller, sondern den Sportplatz geöffnet habe und mich eine Weile gesonnt habe (in Anwesenheit der halben Zehn sowie einiger Achter und Neuner). Und heute Nachmittag bin ich mit Fahrrad unterwegs gewesen.

Das war natürlich auch so eine Aktion. Ich hatte mir schon gedacht, daß ich bei der Hitze lieber nicht laufen gehe, und stattdessen bin ich eben locker losgeradelt, um durch den Fahrtwind etwas Abkühlung zu gewinnen. Pustekuchen! So schnell kann ich gar nicht radeln, daß ich gegen diese Hitze ankäme. Ich bin dann also nach Hinsbeck gefahren und habe dort in der Eisdiele Cucco eine Kugel Schokoladeneis erstanden. Die Lokalität wurde mir von einer Schülerin empfohlen, die auch dort arbeitet (und in der Tat heute nachmittag da war, aber zu sehr mit der Herstellung von Eisbechern beschäftigt war, als daß noch ein Plausch dringewesen wäre). Und ann, ja, dann bin ich eben nicht zurück gefahren, sondern Richtung Krickenbeck weitergefahren, dann erstmal den Hügel rauf zum Aussichtsturm Taubenberg, den ich erklommen habe (im Gegensatz zu der anwesenden Schulklasse aus Wuppertal, die nicht raufdurften, weil ihre Lehrer nicht nach oben gegangen sind, und ohne Aufsicht geht das eben gar nicht). Und dann wurde die Runde immer weiter, und am Ende hatte ich 22 Kilometer auf dem Tacho, was erstmal gar nicht so viel ist, aber bei diesem Wetter doch richtig reinhaut, so daß ich dann erstmal ein paar Minuten im Garten im Gras gelegen und tief durchgeatmet habe.

Ich gehe heute nicht mehr Laufen, auch wenn es im Plan steht. Wird auf morgen verschoben. Ich liebe ja den Sommer, aber die Auswirkungen der heutogen Hitze haben mich doch überrascht. Ich liebe den Sommer trotzdem und hoffe, daß er ganz bald wiederkommt, wenn er wie angekündigt morgen verschwindet. Sommer ist und bleibt meine Lieblingsjahreszeit (übrigens gefolgt vom Winter, der usselige Rest kommt danach irgendwann). Und es wird, ganz nebenbei gesagt, echt Zeit, daß die Sommerferien wieder was früher kommen 🙂

London and back in 36 hours

Veröffentlicht: 16/05/2011 in Schule
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Schulfahrt nach London – klingt doch super, dachte ich mir vor ein paar Wochen, als ich zufällig mitbekam, daß noch eine Begleitperson für die Fahrt gesucht wurde, und so meldete ich mich spontan. Immerhin hatte ich derlei Fahrten schon mitgemacht, damals als Schüler in der siebten Klasse, als Assistant Teacher über Nacht nach Aachen, solche Sachen halt. Und jetzt, da ich die Fahrt hinter mir habe, fand ich das ganze auch nicht schlecht, aber doch etwas weniger grandios, als ich es gehofft hatte. Ich denke, das liegt im Wesentlichen an drei Dingen:

1. Mit dem Bus über Nacht fahren ist doch gar nicht mal so angenehm. Die Hinfahrt habe ich ja fast ohne Schlaf überstanden. Nicht absichtlich, sondern eher, weil es doch nicht so einfach ist, im Bus zu schlafen, zumal bereits um halb drei die Fährüberfahrt anstand, und danach habe ich einfach mal beschlossen, daß sich Schlafen jetzt auch nicht mehr lohnt. Die 40-minütige Pause am Rastplatz war dann aber auch nicht so optimal. Egal, jedenfalls habe ich dann bis London doch noch ein bißchen gepennt und bin dann bei  strahlendem Sonnenschein mit Blick auf den Millennium Dome aufgewacht.

2. Die Sightseeing-Tour zu Fuß war vielleicht doch ein bißchen lang. Ich kann ja einiges ab, und ich bin ja auch schon echte Strecken gelaufen in London, aber ab Trafalgar Square, spätestens ab St.Paul’s Cathedral war ich eigentlich ein bißchen auf (und sogar einige der Schülerinnen und Schüler machten den Eindruck, aber schlappgemacht hat niemand). Die Tour lief wie folgt: Westminster Bridge – Houses of Parliament – Westminster Abbey – Downing Street – St.James Park – Buckingham Palace – The Mall – Trafalgar Square (bis dahin war die Rote übrigens identisch mit der Route, die wir damals gelaufen sind, als ich als kleiner Dotz mit der Schule in London war) – Strand – St.Paul’s Cathedral – Thames Riverside Walk – Tower of London. Puh. Gerade die letzten Teile zogen sich doch ganz schön. Und als meine Lehrerkollegen dann keine 4 Pfund für die U-Bahn ausgeben wollten (ich habe noch nicht rausgekriegt, warum das so elend viel kosten sollte – auf Oyster zahle ich 2,30 Pfund pro Fahrt), haben wir uns kurzfristig für zweieinhalb Stunden getrennt, und ich habe ein paar Einkäufe erledigt und habe London per Tube und Bus unsicher gemacht. Oyster ist toll. Und als wir uns um fünf am Trafalgar Square wieder trafen, war irgendwie der einzige Wunsch, daß der Bus doch kommen möge. Kein Wunder, nach dem langen Tag. Wir sind dann aber doch erstmal noch was Essen gegangen und waren schließlich gegen halb acht zurück am Treffpunkt an der Westminster Bridge – und die ersten Schüler waren auch schon da. Das Wetter hatte sich über Tag übrigens zunehmend verschlechtert, aber so richtig Regen blieb uns zum Glück erspart. Trotzdem war es abends dann frisch und windig.

3. Die Zeit von acht bis elf war doch ein bißchen über. Der Bus kam nämlich erst um elf (naja, er kam etwas früher, kurz nach halb), und so hatten wir eine Menge Zeit tozuschlagen. Spätestens um neun war die ganze Truppe da, und dann hieß es warten. Wir hingen im Vorraum der Namco World ab. Irgendwie wäre das eigentlich die optimale Zeit, sich noch zwei Stunden in irgendeinen Pub zu hocken und sich ein paar Pints reinzuhauen – geht aber nicht, wenn du als Lehrer mit 40 Schülern unterwegs bist (auch wenns Schüler der älteren Sorte waren, sprich Zwölfer). Also warten, warten, warten, und nicht auf die müden Beine achten. Kollegeg Busch schmerzten auch die Füße, mir weniger, weil ich Wanderschuhe anhatte. London halt 🙂

3b. Für mich persönlich war es auch etwas blöd, daß ich die Schüler alle nicht kannte – mit den eigenen Pappenheimern macht das sicher mehr Spaß. Vielleicht nächstes Jahr? Ich denke doch, daß ich einen Zwölferkurs abbekomme.

Nun, alles in allem sicher ein lohnender Tag, der mir auch gezeigt hat, was man mit Schülern so anstellen kann. Außerdem mal wieder in London gewesen, wo ich es wohl zum Stiftungsfest Gregorianae in zwei Wochen nicht schaffen werde. Und ich weiß, wie ich eine solche Fahrt lieber nicht mache (aber die Frage ist natürlich, ob es bezahlbare Alternativen gibt). Die Rückfahrt habe ich übrigens fast komplett verschlafen, den halben Sonntag auch (bin nur zum Laufen raus gegangen), und auch die Nacht habe ich super geschlafen, von zehn bis sechs, und dann war das Aufstehen immer noch hart. Ich hatte dann auch noch diesen sehr realen Traum, aber da mach ich lieber ein eigenes Posting draus. Nun, und jetzt ist ein neuer Tag, Schultag natürlich. Ha!

Kilometerfresser

Veröffentlicht: 10/05/2011 in Privat, Wetter
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Ich habe endlich mein eigenes Fahrrad wieder, und es läuft wie eine Eins! Bin heute über dreißig Kilometer gefahren, in unter anderthalb Stunden. Es sollten ja eigentlich nur lockere zwanzig werden (bin ja nichts mehr gewohnt), aber ich hatte dann an einem „Fietsknooppunt“ keine Lust, den Berg Hügel wieder raufzufahren, den ich gerade runtergefahren war, und habe eine andere Strecke gewählt, wiederum durch den Brachter Wald (und wieder über das ehemalige Munitionsdepot). Und heute war ich schlau genug, eine Karte mitzunehmen, das erleichtert die Navigation ungemein. Das Wetter könnte von mir aus ruhig so bleiben, das ist nämlich das Sahnehäubchen derzeit.

Im Endeffekt heißt das, daß ich derzeit im Zweitageswechsel laufe und radfahre. Jetzt fehlt nur noch ein Fitnesstraining für die „Problemzonen“, und dann sollte der Bierbauch demnächst der Vergangenheit angehören 🙂